Die Rettung einer Sperbertaube – Fortsetzung der Thailandberichte

Liebe Besucherinnen und Besucher, ich bin aus der Toskana zurück und mache mich an die Bearbeitung meiner Fotos. Und derweil setze ich meinen Thailand-Reisebericht fort!

Das schönste und wichtigste Erlebnis dieser Thailand-Reise war für mich die Rettung einer Sperbertaube. Unterwegs in der Provinz Chiang Mai machten wir einen Foto-Stopp bei einem Dorf am Fluss. Wunderschöne Landschaft, ich ging näher an den Fluss heran, und sah zu meinem Entsetzen eine Sperbertaube im Netz zappeln. Die dünnen Nylonfäden hatten sich bereits tief in die Flügeln hinein gebohrt. Ich habe rasch ein (technisch mieses) Foto von der Taube gemacht und um Hilfe geschrien – ohne einem Messer war da nichts zu machen! Ein Mitreisender hatte ein Taschenmesser dabei, und gemeinsam gelang es uns tatsächlich, den Vogel zu befreien. Niemals werde ich vergessen, wie ruhig die Taube in meinen Händen lag, während Norbert vorsichtig die Fäden aufschnitt. Kaum hat das Tier gespürt, dass es sich wieder bewegen kann, flog es aus meinen Händen davon. Erst danach habe ich die weiteren riesigen Netze bemerkt, in denen wohl schon hunderte Vögel gestorben sind. Aber auch wenn ich nur eine einzige Sperbertaube retten konnte – für mich war das der schönste Moment dieser Reise!

Königlicher Garten Royal Park Ratchaphruek bei Chiang Mai

Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich für die nächsten 2 Wochen – ich fahre heute in die Toskana. Danach kommen die restlichen Thailand-Berichte mit den wichtigsten Hightlights wie Sukhothai, Ayutthaya und Doi Inthanon, dem höchsten Berg Thailands.

Und nun zum Königlichen Garten Royal Park Ratchaphruek in der Nähe von Chiang Mai. Der Garten ist ein riesiger Park, auf dem 2006 die erste Internationale Gartenbauausstellung von Chiang Mai stattfand. Wunderschöne Pflanzen sind hier zu sehen, und auch ein kleines Schmetterlinghaus, das ich natürlich aufgesucht habe.

Ein Abend am Fluss Mae Nam Ping in Chiang Mai

Chiang Mai, die Hauptstadt der Provinz Chiang Mai, liegt am Fluss Mae Nam Ping, und wir haben beschlossen, den ersten Abend in einem Restaurant am Fluss zu verbringen. Der Weg vom Hotel zum Wasser war recht beschwerlich – es war heiß, schwül, und der höllische Verkehrslärm kaum zu ertragen – am Fluss selbst war es dann aber wunderschön. Die Thais haben den Zauber eines Flusses scheinbar noch nicht ganz entdeckt, denn direkt am Wasser gibt es nur eine sehr kurze Promenade, dann ist Schluss. Und dennoch, die Lichter in der Dämmerung, die Spiegelungen im Wasser waren unvergesslich!

Chinesischer Tempel in der Provinz Chiang Mai

Vom nördlichsten Punkt Thailands ging unsere Reise durch die Provinz Chiang Mai wieder zurück in Richtung Bangsaen, in der Nähe Bangkoks. Schon von Weitem sahen wir eine riesige Buddha-Figur über der Landschaft thronen. Ein chinesischer Tempel mit dem Buddha, einem ebenfalls riesigen Stupa und vielen Drachen erwartete uns. Im Inneren des Stupa gelangten wir über unzählige Stufen ganz hinauf zum „Gipfel“ und genossen den grandiosen Ausblick. Ein junger Schüler-Mönch, ein Kind noch, ging mit seinem Essgeschirr an uns vorbei.

Über den Mekong nach Laos…

Im Goldenen Dreieck von Thailand, Myanmar und Laos gelangt man über den Mekong nach Laos. Das Schmuggeln von Drogen ist hier unter Todesstrafe verboten – ein deutliches Zeichen für die Drogenproblematik der ganzen Region. Aber natürlich bietet auch die Fischerei ein mögliches Einkommen, und ein riesiges Casino verspricht seinen Gästen das ganz große Glück…

 

Myanmar – Schaudorf mit „Giraffen(hals)frauen“

Am nördlichsten Punkt unserer Thailand-Rundreise waren wir im Länder-Dreieck Myanmar, Thailand und Laos. Der halbe Tag in Myanmar war für mich die größte Enttäuschung. Wikipädia: „Findige Geschäftemacher beleben damit den Ethno-Tourismus: Zahlreiche Frauen, die seit Ende der 1980er Jahre von Myanmar nach Thailand, Vietnam flüchteten, werden in Schaudörfern als „Long Neck Karen“ bzw. als „Giraffen(hals)frauen“ vermarktet.“ Genau das haben wir, außer einem schönen Tempel, gesehen. Ich kann jedem nur empfehlen, dieses unwürdige Schauspiel nicht zu unterstützen! Ich zeige euch zunächst die echte Bevölkerung Myanmars, danach das Schaudorf, und zuletzt einen lokalen Markt.

Reisanbau in Thailand und eine Teeplantage

In Thailand wird Reis angebaut – und wie das gemacht wird, zeige ich euch hier. Früher wurde die schwerste Arbeit von Wasserbüffeln verrichtet, die heute immer öfter von Traktoren abgelöst werden. Aber das Einsetzen der Jungpflanzen geschieht nach wie vor händisch. Und die vielen Fischreiher gibt es auch noch immer. Sehr lohnenswert war der Besuch einer Teeplantage, gelegen mitten in wundervoller Landschaft!