Zu Fuß vom Markusplatz zum Ghetto

Nach dem Museum Correr gönnten wir uns einen Kaffee im schönsten Lokal am Markusplatz (danke liebe Astrid für deine Einladung :-)). Ein Künstler, der dort ebenfalls die herrliche Aussicht genoss, erlaubte mir, seine soeben entstandene Zeichnung zu fotografieren – ich fand sie sehr gelungen. Zu Fuß ging es dann durch die kleinen Gässchen zum ehemaligen Jüdischen Ghetto. Die dort Fußball spielenden Buben haben mich begeistert! Das Stadtviertel lebt, mit und trotz seiner schwierigen Vergangenheit. Davor seht ihr noch das Teatro Italia, in dem heute ein Supermarkt unterbracht ist – so schön kann einkaufen sein. Und was mir die Möwe dermaßen heftig zugeschrien hat, kann ich beim besten Willen nicht sagen …

Tag 6. – Museum Correr

Der 6. Tag in Venedig, ein Montag, war ein ganz besonderer Tag. Alle öffentlichen Verkehrsmittel, also auch alle Vaporettos, streikten, und wir konnten uns nur zu Fuß durch Venedig bewegen. Das hat unseren Bewegungsradius sehr wohl eingeschränkt, da uns dieser Umstand jedoch von Anfang an bekannt war, war es kein großes Drama. Wir gingen zunächst ins Museum Correr am Markusplatz, das auch am Montag geöffnet hat. Unterwegs sahen wir diese entzückenden Türknäufe! Am letzten Bild ist allerdings schon ein Museumsexponat zu sehen, die Katze des Dogen Morosini aus dem 17. Jahrhundert.

Canal Grande in der Dämmerung

Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns eine Vaporetto-Tour auf dem Canal Grande. Die Dämmerung ging allmählich in Dunkelheit über, und die Lichter wurden immer stärker. Am Markusplatz, in fast völliger Finsternis, war die nächtliche Tour dann zu Ende.

Vom Lido nach Venedig und 2. Sonnenuntergang

Diesmal ging die Sonne im wolkenlosen Bereich des Himmels und bilderbuchmäßig unter, sogar Sonnensterne sind mir gelungen. Es war ein wunderbares Naturschauspiel, das sich etliche Menschen nicht entgehen ließen.

Lido di Venezia

Der Lido di Venezia ist eine schmale, 11km lange Insel. Sie ist der mittlere, Venedig vorgelagerte Teil einer Nehrung, welche die Lagune von der offenen Adria trennt. Im 19. Jahrhundert wurde der Lido ein mondänes Seebad mit luxuriösen Villen und Hotels. Die langen Sandstrände sind bis heute die wichtigsten Badeplätze für Venezianer und Touristen. Wir haben unsere Tour in Alberoni im Süden gestartet, wo sich ein Naturschutzgebiet befindet, und sind an der Adriaküste entlang spaziert. Besonders schön sind die Sandstrände bei der Bluemoon Bar und beim Grand Hotel Excelsior. Im Hauptort Lido steht der Filmpalast der Filmfestspiele von Venedig.

Auf zu neuen Abenteuern – Tag 5. in Venedig

Am 5. Tag, einem Sonntag, machten wir uns auf zum Lido. Zunächst aber sahen wir uns die berühmteste Buchhandlung Venedigs an – Libreria Acqua Alta, wo morgens noch die dort ansäßigen Katzen anzutreffen sind. Danach besuchten wir die Basilica dei Santi Giovanni e Paolo, eine der größten Kirchen Venedigs, und anschließend das Museo di Palazzo Grimani, das in einem ehemaligen Palast der Familie Grimani untergebracht ist.

Sonnenuntergang und Blaue Stunde

Auf der Überfahrt Murano-Venedig sank die Sonne bereits immer tiefer, und nach unserer Ankunft ging sie in den Wolken unter. Die Zeit unmittelbar nach dem Sonnenuntergang, Blaue Stunde genannt, ist für FotografInnen eine wahre Freude! Ihr seht auch mein Lieblingsstück aus Venedig – eine kleine rote Schale, Kunstwerk aus Murano-Glas, für mich leider unerschwinglich …

Von Murano nach Venedig

Müde vom „Inselhüpfen“ fuhren wir zurück nach Venedig. Die Sonne stand schon recht tief, und das Meer glitzerte in der Abendsonne. Unter anderem genau wegen diesem Glitzern liebe ich Venedig so sehr!

Murano

Murano, berühmt für seine Glaskultur und Glaskunst, war die best besuchte Insel dieses Tages. Uns hat es trotzdem gefallen, es lassen sich auch dort wunderschöne Plätze finden. Und die Qualität der Glaswaren könnte nicht unterschiedlicher sein – von feinsten, teuren Kunstwerken bis zum Billigkitsch aus „garantiert chinesischer Erzeugung“ ist alles zu finden!

Torcello

Die kleine Insel Torcello, in der Hauptsaison von vielen Touristen besucht, präsentierte sich uns zunächst fast menschenleer und wunderschön. Die wichtigste Sehenswürdigkeit, die Basilika Santa Maria Assunta mit ihren venezianisch-byzantinischen Mosaiken und weiteren Kunstschätzen, haben wir uns natürlich auch angesehen. Aber für mich war die Landschaft dieser zauberhaften Insel mindestens so schön!