Die Straße der Kasbahs

Von Erfoud ging unsere Reise nach Westen – Quarzazate – weiter. Unterwegs sahen wir das älteste funktionierende Bewässerungssystem Marokkos. Seltsame kleine Hügeln mit tiefen Löchern speichern hier das Wasser. An einer lokalen Raststation schlief ein Mann seelenruhig, obwohl so ein voller Bus ganz schön viel Lärm macht. Weitere Oasenstädte mit den Lehmburgen (Kasbahs) folgten, und überall waren die Menschen mit ihren Tieren und mit ihren Waren zu sehen.

Ausflug in die Sahara

Von Erfoud aus fuhren wir am späten Nachmittag in die Sahara hinein. Wir waren ein Konvoi aus etwa 8 Geländewagen, und jeder Fahrer wollte der erste sein, ganz besonders unserer, da wir die letzten waren. Weil es dort keine Straße gibt, war das Überholen auch gut möglich. In der Wüste angekommen, stieg eine Gruppe auf Kamele, um auf die Sanddünen zu reiten. Mir ist es einfach unangenehm, wenn Tiere gequält werden, und zumindest das Aufstehen und Niedersetzten mit einem Menschen drauf muß für die Kamele sehr anstrengend bis quälend sein. 2 Kamele haben furchtbar geschrien, ihr könnt das aufgerissene Maul auf einem Foto sehen. Viele Berber hier leben von den Touristen, vermieten ihre Kamele oder verkaufen Fossilien (ich habe einen unbearbeiteten Stein gekauft, auf dem man von Außen das Schneckengehäuse sieht). Skarabäus-Käfer liefen über den Sand, einen scharf zu erwischen war kaum möglich. Das Licht und die Stimmung wurden gegen Abend immer schöner!

Kurze Pause – in einigen Tagen seht ihr hier die Wüste Marokkos!

Liebe Besucherinnen und Besucher, ich fahre heute für eine Woche in die Südsteiermark, und danach könnt ihr die Marokko-Reise mit mir fortsetzen. Es folgen dann die Sahara, die Lehmburgen, der Anima-Garten vom André Heller (auch ihn durfte ich in seinem Garten fotografieren!) und schlußendlich Marrakesch mit all ihren Sehenswürdigkeiten. Ich wünsche euch eine gute Zeit, und bis bald hier auf meinem Blog!

Fahrt durch den Mittleren Atlas

Von Fès im Norden Marokkos ging unsere Reise durch den Mittleren Atlas in den Süd-Osten, nach Erfoud. Ihr könnt sehen, wie sich die Landschaft von Grün zu Gelb wandelt. Wo immer noch irgend etwas wächst, weiden Schafe und Ziegen. Vor Erfoud, unserem Zielort, durchqueren wir das Tafilalet, laut Wikipedia „die südlichste einer vom Wadi Ziz durchzogenen Gruppe mehrerer Oasen in der marokkanischen Sahara. Diese Oasengruppe ist mit 1380 km², 300 Dörfern und bis zu 150.000 Einwohnern die ausgedehnteste der Welt.“

Ankunft in Fès – das Leben rund um unser Hotel

Wir sind immer noch im grünen Norden Marokkos, und fahren bei einem wunderschönen See vorbei nach Fès. Von unserem Fenster im 5. Stock des Hotels schauen wir auf die Stadt und die unzähligen Sat-Schüsseln. Nach der sehr langen Busfahrt erkunden wir die Umgebung unseres Hotels. Die Einheimischen scheinen große Picknick-Freunde zu sein!

Moulay Idriss und Volubilis

Moulay Idriss ist das „Mariazell“ Marokkos – die heiligste Wallfahrtsstätte des Landes. Muslime, die 7 x hierher pilgern, müssen nicht zur Großen Hadsch nach Mekka, welche für viele finanziell unerschwinglich ist. Bis heute dürfen Nichtmuslime in Moulay Idriss nicht übernachten und auch nicht das heilige Grabmal betreten. Auf der Strecke nach Fès liegt auch die bedeutendste archäologische Stätte Marokkos – Volubilis. 1997 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Hier sind die besterhaltenen Monumente aus der römischen Antike Nordafrikas.

Fahrt von Rabat nach Meknès

Marokko hat mir unter anderem auch deshalb so gut gefallen, weil es so unglaublich abwechslungsreich ist. Nördlich des Hohen Atlas ist es grün und fruchtbar, sieht zum Teil wie bei uns aus; und südlich davon wird es immer trockener und wüstenartiger. Auf der Busfahrt von Rabat nach Meknès  – beide Königsstädte liegen im Norden – haben wir herrliche Landschaften gesehen. Von Meknès konnten wir allerdings nur das schönste Stadttor bewundern, dann ging es schon weiter. Schafsherden, Mulis und Esel gehören hier absolut zur Landschaft!