Buddhistischer Stupa am Wagram

In NÖ, in der Gemeinde Grafenwörth, steht der buddhistische „Stupa am Wagram“. Es ist ein Friedensdenkmal und ein Meditationshaus, das am Wochenende für alle Interessierten geöffnet hat. Das Gebäude ist hell und freundlich, und lädt zum Verweilen ein. Und auch die nähere Umgebung, der Wagram, ist einen Besuch wert!

Schloss Ort am Traunsee

Das Seeschloss Ort liegt auf einer Insel im Traunsee und zählt zu den ältesten Gebäuden des Salzkammergutes. 909 wurde es erstmals (als Wasserburg) urkundlich erwähnt. Zu großer Bekanntheit gelangte es durch die Fernsehserie „Schlosshotel Orth“ – die Außenszenen wurden hier gedreht. Das Schloss Ort ist jedoch kein Hotel. Es beherbergt ein Restaurant und einen Souvenirladen, und es finden oft Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen) sowie bis zu 362 Hochzeiten im Jahr hier statt.

Schloss Trautenfels

Der Bau des Schlosses Trautenfels geht ins 13. Jahrhundert zurück, es wurde jedoch bereits ca. 25 Jahre nach seiner Errichtung weitgehend zerstört. Langsam wurde es wieder errichtet und erlebte zahlreiche Besitzerwechsel. Seit 1983 gehört das Schloss der Gemeinde Pürgg-Trautenfels und ab 1998 dient es als Landschaftsmuseum. Wir konnten es leider nur von Außen besichtigen, sahen aber das Wichtigste: die großartige Lage am Fuße des Grimming. Bei einer Wanderung zur Grimminghütte am nächsten Tag sind wir nochmal beim Schloss Trautenfels vorbeigekommen. Auf dem letzten Foto seht ihr Kühe, die den ganzen Tag eng beieinander gegrast haben – das habe ich noch nie gesehen!

Die Wiener Votivkirche

Die Wiener Votivkirche ist eine römisch-katholische Kirche in der Nähe des Hauptgebäudes der Universität Wien. Mit einer Höhe von 99 Metern ist sie die zweithöchste Kirche Wiens. Die Votivkirche ist eines der bedeutendsten neugotischen Sakralbauwerke der Welt. Der sogenannte Ringstraßendom wurde nach den Plänen des damals erst 26 jährigen  Architekten Heinrich von Ferstel errichtet, und nach 23 Jahren Bauzeit am 24. April 1879 feierlich eingeweiht. Ich zeige euch die Votivkirche von Außen, die seit einiger Zeit eingerüstet ist und renoviert wird, vom Fenster eines Gästezimmers im Hotel Regina aus. Die wunderschönen Glasfenster wurden im 2 Weltkrieg zerstört und sind größtenteils neu errichtet – eines davon ist Franz Jägerstätter, einem selig gesprochenen Kriegsdienstverweigerer, gewidmet.

Beaulieu-sur-Mer und die Villa Kérylos

Auf dem Friedrich Nietzsche-Weg gelangten wir von Èze Village hinunter zum Meer, und von Èze-sur-Mer mit dem Bus nach Beaulieu-sur-Mer. Hier steht  – in bester Lage am Meer – die Villa Kérylos, 1908 nach hellenistischen Vorbildern vom Architekten Emmanuel Pontremoli für den französischen Archäologen Théodore Reinach errichtet. Heute ist sie ein Museum und kann besichtigt werden. Ich war überwältigt von der Schönheit jedes einzelnen Details!

Èze Village und der Exotische Garten

Nach einem morgendlichen Blick auf den Strand von Nizza ging es per Bus nach Èze Village. Das kleine Städtchen liegt an der mittleren Corniche (Küstenstraße) und bezaubert mit seinen schmalen, mittelalterlichen Gassen – daher ist es auch weitgehend autofrei. Wikipedia: „Vom Exotischen Garten aus bietet sich ein spektakulärer Blick auf die Steilküste und das Mittelmeer. Hier dichtete Friedrich Nietzsche nach eigenen Angaben im Winter 1883/84 einen Teil seines epochalen Werks „Also sprach Zarathustra.Ende Februar konnten wir dieses Kleinod noch ziemlich alleine genießen!

Wiener Sezession

Die Wiener Sezession, eines der bedeutendsten Bauwerke des österreichischen Secessionsstils, wurde 1897/98 von Joseph Maria Olbrich erbaut. Das Gebäude mit dem goldenen „Krauthappel“ am Dach dient bis heute als Ausstellungsstätte für moderne Kunst.  Es zählt nicht zu meinen Lieblingsmuseen, aber ab und zu besuche ich es gerne. Diesmal haben mir die aktuellen Ausstellungen gut gefallen, ganz besonders die „Shit Moms“ von Tala Madani. Der Beethovenfries von Gustav Klimt gehört seit seiner Errichtung 1902 zur Wiener Sezession.

Belvedere 21

Das Belvedere 21 – eine Dependance des Belvedere – zeigt derzeit im Hauptraum eine Ausstellung von Eva Grubinger: Malady of the Infinite (Leiden am Unendlichen). Mir persönlich sagen die ausgestellten Objekte – eine angedeutete Jacht und am Boden liegende Wasserbomben – nicht viel, trotz mehr als ausführlicher Legende. Ich mag es nicht, wenn Kunst sich mir NUR über ein Konzept erschließt, möglichst lang und kompliziert. Aber das ist natürlich sehr subjektiv, ich bin eben ein Schau-Mensch und weniger ein Lese-Mensch (ausgenommen ist Literatur). Beides ist dann wieder ok, wenn mich ein Kunstwerk emotional berührt, und durch einen Text zusätzlich an Deutungsmöglichkeiten gewinnt. Das Belvedere 21 ist aber für mich selbst ein architektonisches Kunstwerk, wobei es seit der Renovierung 2011 die wunderbare Innen-Haupttreppe leider eingebüßt hat. Das Gebäude wurde von Karl Schwanzer als Österreich-Pavillon für die Weltausstellung in Brüssel 1958 entworfen. Ab 1962 diente es als Museum des 20. Jahrhunderts, und wurde nach der Renovierung 2011 als 21er Haus wiedereröffnet. Seit 2017 gehört das Haus zum Belvedere und wurde in Belvedere 21 umbenannt.

Altlerchenfelder Pfarrkirche zu den Sieben Zufluchten

Durch Zufall hatte ich vor 3 Wochen ca. 45 Minuten Zeit in der Neulerchenfelder Strasse zu verbringen. Das Nikon 16 mm-80 mm/2,8-4, das ich dort gerade erstanden habe, sollte einem ersten Test unterzogen werden. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Katholische Kirche Altlerchenfeld. Nicht nur der Name war für mich äußerst überraschend – immerhin steht die Kirche an der NEUlerchenfelder Strasse – auch die Kirche selbst war eine große positive Überraschung. Wikipedia: „Sie ist kunsthistorisch insofern interessant, als sie eine Art Übergangswerk zwischen Klassizismus und Historismus in der Architektur bildet. Insbesondere gilt der Kirchenbau in seiner Verbindung von Architektur und Malerei als Beispiel eines Gesamtkunstwerkes im Sinne der Kunstauffassung der Romantik und eines der Hauptwerke des Historismus in der Architektur Wiens.“ Tatsächlich haben mich die Malereien sehr beeindruckt!

 

Die Ephrussis. Eine Zeitreise – Jüdisches Museum Wien

Derzeit ist im Jüdischen Museum in Wien die Ausstellung „Die Ephrussis. Eine Zeitreise“ zu sehen. „Kernstück der Ausstellung bildet das Familienarchiv der Ephrussis, das die Familie de Waal dem Jüdischen Museum schenkte, sowie 157 Netsukes, die dem Museum als Leihgabe von der Familie zur Verfügung gestellt wurden.“ Diese kleinen, geschnitzten „Gürtelgewichte“ aus Japan haben mich sofort fasziniert – so detailgetreu und wunderschön anzusehen! Der kleine Hase ist übrigens im Buch „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ von Edmund de Waal verewigt, welches das Schicksal der Familie Ephrussi zum Inhalt hat. Die Geschichte der Familie Ephrussi ist von Leid und Verfolgung während der NS-Zeit geprägt. Für mich erschütternd sind die originalen Enteignungsdokumente, die die staatliche Vernichtungsstrategie und den Terror dieser Un-Zeit widerspiegeln. Ein paar Exponate der ständigen Sammlungen zeige ich euch auch, z.B. eine Zeile aus dem „Verzeichnis der hier tolerierten Juden“ nach dem Toleranzpatent von Joseph II., und ein kleines Schachspiel, gemacht von jungen KZ-Überlebenden als Geschenk für ihre Retter.