Tag 6. – Museum Correr

Der 6. Tag in Venedig, ein Montag, war ein ganz besonderer Tag. Alle öffentlichen Verkehrsmittel, also auch alle Vaporettos, streikten, und wir konnten uns nur zu Fuß durch Venedig bewegen. Das hat unseren Bewegungsradius sehr wohl eingeschränkt, da uns dieser Umstand jedoch von Anfang an bekannt war, war es kein großes Drama. Wir gingen zunächst ins Museum Correr am Markusplatz, das auch am Montag geöffnet hat. Unterwegs sahen wir diese entzückenden Türknäufe! Am letzten Bild ist allerdings schon ein Museumsexponat zu sehen, die Katze des Dogen Morosini aus dem 17. Jahrhundert.

Auf zu neuen Abenteuern – Tag 5. in Venedig

Am 5. Tag, einem Sonntag, machten wir uns auf zum Lido. Zunächst aber sahen wir uns die berühmteste Buchhandlung Venedigs an – Libreria Acqua Alta, wo morgens noch die dort ansäßigen Katzen anzutreffen sind. Danach besuchten wir die Basilica dei Santi Giovanni e Paolo, eine der größten Kirchen Venedigs, und anschließend das Museo di Palazzo Grimani, das in einem ehemaligen Palast der Familie Grimani untergebracht ist.

Sonnenuntergang und Blaue Stunde

Auf der Überfahrt Murano-Venedig sank die Sonne bereits immer tiefer, und nach unserer Ankunft ging sie in den Wolken unter. Die Zeit unmittelbar nach dem Sonnenuntergang, Blaue Stunde genannt, ist für FotografInnen eine wahre Freude! Ihr seht auch mein Lieblingsstück aus Venedig – eine kleine rote Schale, Kunstwerk aus Murano-Glas, für mich leider unerschwinglich …

Basilica di San Marco

Der Markusdom, auf Italienisch Basilica di San Marco (was ich viel schöner finde!), wurde zwischen 1063 und 1094 als Stiftung des Dogen Domenico Contarini erbaut. Bis ca. 1617 wurde an der Kathedrale um- und weitergebaut, sodass sie heute hauptsächlich Elemente der Byzantinischen Architektur und der Venezianischen Gotik enthält. Ich kann euch jedenfalls eines Sagen: die Pracht dieser Basilika ist kaum in Worte zu fassen! Wir hatten auch hier das Glück, relativ schnell und ohne großem Gedränge ins Gebäude zu gelangen.

Am Dach des Fondaco dei Tedeschi

Mit Anmeldung und einem time slot kann man auf das Dach des Fondaco gelangen, von wo sich wiederum großartige Ausblicke auf Venedig bieten. Für mein Fotografinnenherz ein weiteres Highlight! Auf dem Weg nach Hause gab es noch Einiges zu sehen …

Der Dogenpalast

Am zweiten Tag sahen wir uns am Vormittag den Dogenpalast an. Nach relativ kurzem Anstellen in der Warteschlange – der 3G Nachweis wurde überall penibelst überprüft! – waren wir auch schon drinnen. Kein Gedränge, ich konnte in aller Ruhe fotografieren. Überall unbeschreibliche Pracht und Schönheit. Aber mich hat der Kerker genauso beeindruckt. Der ist riesig und unheimlich, man geht durch und unterhalb der Seufzerbrücke, tief unter die Erde.

Sigulda

Herzliches Hallo an Alle – ich bin aus Venedig zurück! Während ich die vielen neuen Fotos bearbeite, geht es weiter mit der Baltikum-Reise. Wir sind in Lettland – in Sigulda. Diese Stadt liegt im Gauja-Nationalpark, dem größten Nationalpark Lettlands, auch als „Lettische Schweiz“ bekannt. Ihr seht zunächst das 1878 im neugotischen Stil erbaute Neue Schloss, das als Wohnhaus der Familie Kropotkin diente. Vom Türmchen des Neuen Schlosses schauen wir auf die in unmittelbarer Nähe gelegene Ruine der Burg Sigulda, erbaut 1207 von dem Schwertbrüderorden. Nach der Vereinigung des Schwertbrüderordens mit dem Deutschen Orden ging die Burg in die Herrschaft des Livländischen Ordens über. Danach besichtigen wir die Burg von Turaida (ursprünglich aus Holz errichtet, 1214 gemauert), die sich ebenfalls in Blickweite vom Neuen Schloss entfernt befindet. Heute ist in den Räumen der Burg eine Ausstellung untergebracht, die die historischen Ereignisse dieser Region behandelt. Der Ausblick vom Turm auf die Gauja ist einmalig schön!

Lettland: Schloss Rundale

Lettland hat uns mit einem prächtigen Barockschloss empfangen – dem Schloss Rundāle. Es zählt zu den schönsten und bedeutendsten Baudenkmälern des Barock im Lande, und wurde nach dem Vorbild des französischen Schlosses Versailles errichtet. Schloss Rundāle wird auch oft als das „Versailles des Baltikums“ bezeichnet. Auf ca. 7000 m² sind hier 138 Zimmer und Säle vorhanden, die natürlich nicht alle besichtigt werden können. Auch der Schlosspark im französischen Stil ist wunderschön anzusehen!

Berg der Kreuze – Abschied von Litauen

Mit dem Besuch am Berg der Kreuze verabschieden wir uns von Litauen. Der nur etwa 10 Meter hohe Hügel mit den unzähligen Kreuzen ist unter dem Namen „Berg der Kreuze“ zum Symbol für den Widerstand der Litauer geworden. Mehrfach zerstört, wurde er stets aufs Neue errichtet. Seit 1991 dient dieser Ort auch als Pilgerstätte und heiliger Ort der Katholiken – aus aller Welt kommen die Gläubigen auf den Hügel, um ein Kreuz aufzustellen oder einen Rosenkranz aufzuhängen. Auch für nicht tief Gläubige ein sehr beeindruckender Ort!

Vilnius – Tor der Morgenröte

Am nächsten Tag sind wir zum Tor der Morgenröte gefahren, einem alten Stadttor von Vilnius, das eine prächtige Kapelle und die als wundertätig verehrte Ikone der Barmherzigen Muttergottes beherbergt. Die zwischen 1503 und 1522 erbauten Tore, von denen nur noch dieses eine erhalten geblieben ist, schützten einst die Hauptstadt des litauischen Großfürstentums. Im Tor der Morgenröte gibt es eine kleine Tür, hinter der eine Treppe zur Kapelle im oberen Stockwerk führt. Im Zentrum des reich verzierten Raumes steht die vergoldete Ikone, die von Votivgaben und Holzschnitzereien umgeben ist. Noch heute war die große spirituelle Kraft dieses Raumes für mich spürbar!