Zum Tod von Friederike Mayröcker

Am 4. Juni, heute vor 4 Tagen, ist die österreichische Schriftstellerin Friederike Mayröcker verstorben. Für mich war sie eine außergewöhnliche Literatin und große Poetin, auch wenn ich nicht viele ihrer Texte wirklich geliebt habe. Zu spröde, zu schwierig sind sie auch mir meist gewesen. Dennoch, ihre leidenschaftliche, ja schon beinahe manische Beschäftigung mit der Sprache hat mich fasziniert. Und sie, die den Tod für eine Zumutung hielt, hat ihm 96 Jahre widerstanden. Ich präsentiere euch nun ein kleines Gedicht von ihr:

eines Lebensabschnittes Bestandaufnahme

in meinem Tornister
ein Thymianstämmchen
zwei Münzen
ein stumpfer Bleistift
zerknitterte Notizen
Keksbrösel
eine grüne Wäscheklammer
die Visitkarte einer japanischen Germanistin
ein zerbrochener kleiner Kamm
Dalís Ameisen auf einem verschatteten Notenblatt

Wer ein wenig mehr über Friederike Mayröcker erfahren will, kann eine wunderbare Sendung von Eva Schobel im Österreichischen Rundfunk noch bis Samstag Abend hier nachhören.

Sie wird ganz sicher niemals vergessen!

Endlich wieder eine Ausstellung!

Ihr Lieben, welche Freude! Endlich kann ich wieder ein paar Bilder ausstellen, ab heute in einer Galerie in Wien. Vernissage ist ja derzeit nicht möglich, daher haben alle 14 Ausstellenden eine Daylissage. Meine ist am 11.6.21 von 15:00 bis 19:00.

Albertina – die Prunkräume

Die Albertina Prunkräume sind im Jänner 2008, nach der Restaurierung, neu präsentiert worden. Und sie sind wirklich wunderschön! Ich konnte auch diese Prachträume „Dank Corona“ ganz alleine bewundern…

Albertina – die Ausstellung

Meine Lieben, gerade jetzt, wo die Museen schon wieder geschlossen sind, und wo mein Garten schon wieder mit Schnee bedeckt ist, zeige ich euch die klassische, alte „Albertina“. Zunächst sehen wir uns die aktuelle Ausstellung an, und im nächsten Beitrag dann die Prunkräume.

Schloss Schönbrunn

Habt ihr euch schon mal als Prinzessin oder Prinz gefühlt, im Erwachsenenalter? Ich hatte unlängst das Vergnügen. Da ich noch NIE im Schloss Schönbrunn war, dem absoluten Highlight Österreichs, wo sich die Touristenmassen durch die Gänge schieben, beschloss ich, es mit einer lieben Freundin im Lockdown aufzusuchen. Die Museen haben bei uns ja seit kurzem offen. Und was soll ich euch sagen, wir waren die EINZIGEN Gäste im ganzen Schloss! Es war herrlich, die ganze Pracht der 40 Prunkräume für sich alleine zu haben. Das Personal (Museumsangestellte) hielt sich diskret zurück und hat weiter nicht gestört. Nur fotografieren durfte man nicht, außer in einem einzigen Prunksaal.

Albertina Modern 2 – das Künstlerhaus

Neben der Albertina Modern beherbergt das Künstlerhaus noch den Verein Künstlerhaus und das Künstlerhaus-Kino. Der Verein Bildender KünstlerInnen hat hier eigene Ausstellungsräume, die ich nicht aufgesucht habe. Aber das wunderschöne Stiegenhaus konnte ich fotografieren. Die Foto-Ausstellung im Untergeschoß gehört zu Albertina Modern.

Albertina Modern

Wir setzen unsere Museumstour im Künstlerhaus fort, das nach der Renovierung als „Albertina Modern“ im Herbst 2020 neu eröffnet wurde. Mit der U1 fahren wir in die Stadt und schauen uns die aktuelle Ausstellung an. Die Skulptur „Die Päpste“ von Virgilius Moldovan hat mich ganz besonders beeindruckt. Sie zeigt Papst Ratzinger unter der Last seines Vorgängers Papst Wojtyla stehend, beide fast nackt und ungeschönt alt. Die Sammlung Essl gehört seit Februar 2017 als Dauerleihgabe offiziell der ALBERTINA Wien.

KHM – die Ägyptische Sammlung

Die Ägyptische Sammlung gehört bei mir zu JEDEM Besuch im Kunsthistorischen Museum. Es gibt hier Werke von solcher Schönheit und menschheitsgeschichtlicher Bedeutung, dass es mir den Atem verschlägt. Das kleine Nilpferd z.B., ca. 20cm x 11cm groß, diente 2000 v. Ch. als Grabbeigabe, „da das Nilpferd als Symbol für die Regeneration im Jenseits galt. Die Zeichnungen auf der Figur bilden den Lebensraum des Tieres ab, aufgeblühte Lotosblumen und Lotosknospen, ein auffliegender Vogel mit ausgebreiteten Flügeln. Das Nilpferd befindet sich gleichsam mitten im sumpfigen Papyrusdickicht“. Es gehört zu meinen absoluten Favoriten des KHM!

KHM – Alte Meister

Nun ist es so weit – wir gehen ins KHM hinein und schauen uns die alten Meister an. Natürlich sind Corona-Zeichen auch hier nicht zu übersehen, abgesehen von den vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen. Alles mit Maske. Abstand halten war nicht schwer, noch sind kaum Kunstinteressierte da. Für mich ist das der wahre Luxus, Kunst fast allein und völlig ungestört genießen zu können!

KHM – Kunsthistorisches Museum Wien

Endlich haben die Museen wieder offen, und schon mache ich mich auf den Weg ins KHM. Mit dem Blick einer Touristin (haben wir ja derzeit nicht) gehe ich durch den Burggarten zum Museumsplatz mit dem Naturhistorischen und dem Kunsthistorischen Museum. Und hinein ins KHM führe ich euch im nächsten Beitrag!