Alle Vöglein sind schon da …

Eigentlich müßte ich schreiben: alle Vöglein sind NOCH da. Leider werden sie tatsächlich von Jahr zu Jahr weniger. Nicht die Waldvögel, die habe ich am Heuberg noch, aber die Feld- und Wiesenvögel. Kein Wunder, gibt es doch kaum noch brach liegende Felder und Wiesen, und nur wenige Insekten. Erfreut euch mit mir an unseren gefiederten Freunden: Hausrotschwanz Männchen, Jungspatz, Kleiber, Buchfink Weibchen, Kohlmeise.

Seestadt Aspern experimentell

Wie ihr wißt, beschäftige ich mich immer wieder mit experimenteller Fotografie. Diesmal sind Doppelbelichtungen in der Kamera mein Thema gewesen – angewandt in der Seestadt Aspern.

Seestadt Aspern

Alle paar Jahre fahre ich in die Seestadt Aspern und schaue mir den Baufortschritt an. Dieses Stadtentwicklungsgebiet wächst und wächst, ein Ende ist nicht abzusehen. Allerdings verliert die Region dadurch Grünflächen, und die autofreie Zone kommt mir recht klein vor.

Die Plattbauchlibelle

Vor ein paar Tagen hatte ich 3 Plattbauchlibellen zu Besuch im Garten. Es waren weibliche Individuen, mit gelbem Bauch. Die Männchen haben blaue Körper. Sie haben sogar 2 Nächte bei uns geschlafen (da konnte ich sie gut fotografieren!), aber seither sind sie weitergezogen. Ob es an den wenigen Insekten in meinem Garten liegt? Obwohl ich wirklich alles für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Nützlinge tue, sind heuer nur sehr wenige vorhanden. Auch für die Vögel ist das ein großes Problem, daher füttere ich ganzjährig.

Zum Tod von Friederike Mayröcker

Am 4. Juni, heute vor 4 Tagen, ist die österreichische Schriftstellerin Friederike Mayröcker verstorben. Für mich war sie eine außergewöhnliche Literatin und große Poetin, auch wenn ich nicht viele ihrer Texte wirklich geliebt habe. Zu spröde, zu schwierig sind sie auch mir meist gewesen. Dennoch, ihre leidenschaftliche, ja schon beinahe manische Beschäftigung mit der Sprache hat mich fasziniert. Und sie, die den Tod für eine Zumutung hielt, hat ihm 96 Jahre widerstanden. Ich präsentiere euch nun ein kleines Gedicht von ihr:

eines Lebensabschnittes Bestandaufnahme

in meinem Tornister
ein Thymianstämmchen
zwei Münzen
ein stumpfer Bleistift
zerknitterte Notizen
Keksbrösel
eine grüne Wäscheklammer
die Visitkarte einer japanischen Germanistin
ein zerbrochener kleiner Kamm
Dalís Ameisen auf einem verschatteten Notenblatt

Wer ein wenig mehr über Friederike Mayröcker erfahren will, kann eine wunderbare Sendung von Eva Schobel im Österreichischen Rundfunk noch bis Samstag Abend hier nachhören.

Sie wird ganz sicher niemals vergessen!

Meine Wiese Ende Mai

Ende Mai blüht meine Wiese normalerweise bereits in allen Farben. Heuer ist, durch den ewigen kalten April und seine Verlängerung im Mai, alles anders. Die Wiesenmargeriten fangen erst zaghaft an, ihre Blüten zu öffnen. Mohn ist kein einziger in Sicht. Die Glockenblumen lassen noch immer auf sich warten. Nur die Akelei ist voll erblüht!

Insekten im Mai

Da dieses Jahr alles in der Natur verspätet kommt, sind auch die Insekten im Mai noch ziemlich rar. Ihr seht einen asiatischen Marienkäfer, eine Schwebfliege, ein Insekt mit langer Schnauze, dessen Namen ich nicht eruieren konnte, eine kleine Blaue Federlibelle, eine Biene und einen Segelfalter.