Endlich wieder eine Ausstellung!

Ihr Lieben, welche Freude! Endlich kann ich wieder ein paar Bilder ausstellen, ab heute in einer Galerie in Wien. Vernissage ist ja derzeit nicht möglich, daher haben alle 14 Ausstellenden eine Daylissage. Meine ist am 11.6.21 von 15:00 bis 19:00.

Donaukanal am 11. Mai 21.

Vor 2 Tagen, bei schönstem Sommerwetter mit fast 30°, sind wir am Donaukanal spazieren gegangen. Wo sonst junge Menschen dicht an dicht sitzen und das Leben pulsiert, war seltsame Stille und Ruhe. Hier wurde sogar vor kurzem noch die Maskenpflicht im Freien verhängt, wegen dem dichten Gedränge. Und jetzt diese Leere…

Albertina – die Prunkräume

Die Albertina Prunkräume sind im Jänner 2008, nach der Restaurierung, neu präsentiert worden. Und sie sind wirklich wunderschön! Ich konnte auch diese Prachträume „Dank Corona“ ganz alleine bewundern…

Albertina – die Ausstellung

Meine Lieben, gerade jetzt, wo die Museen schon wieder geschlossen sind, und wo mein Garten schon wieder mit Schnee bedeckt ist, zeige ich euch die klassische, alte „Albertina“. Zunächst sehen wir uns die aktuelle Ausstellung an, und im nächsten Beitrag dann die Prunkräume.

Albertina Modern 2 – das Künstlerhaus

Neben der Albertina Modern beherbergt das Künstlerhaus noch den Verein Künstlerhaus und das Künstlerhaus-Kino. Der Verein Bildender KünstlerInnen hat hier eigene Ausstellungsräume, die ich nicht aufgesucht habe. Aber das wunderschöne Stiegenhaus konnte ich fotografieren. Die Foto-Ausstellung im Untergeschoß gehört zu Albertina Modern.

Albertina Modern

Wir setzen unsere Museumstour im Künstlerhaus fort, das nach der Renovierung als „Albertina Modern“ im Herbst 2020 neu eröffnet wurde. Mit der U1 fahren wir in die Stadt und schauen uns die aktuelle Ausstellung an. Die Skulptur „Die Päpste“ von Virgilius Moldovan hat mich ganz besonders beeindruckt. Sie zeigt Papst Ratzinger unter der Last seines Vorgängers Papst Wojtyla stehend, beide fast nackt und ungeschönt alt. Die Sammlung Essl gehört seit Februar 2017 als Dauerleihgabe offiziell der ALBERTINA Wien.

KHM – die Ägyptische Sammlung

Die Ägyptische Sammlung gehört bei mir zu JEDEM Besuch im Kunsthistorischen Museum. Es gibt hier Werke von solcher Schönheit und menschheitsgeschichtlicher Bedeutung, dass es mir den Atem verschlägt. Das kleine Nilpferd z.B., ca. 20cm x 11cm groß, diente 2000 v. Ch. als Grabbeigabe, „da das Nilpferd als Symbol für die Regeneration im Jenseits galt. Die Zeichnungen auf der Figur bilden den Lebensraum des Tieres ab, aufgeblühte Lotosblumen und Lotosknospen, ein auffliegender Vogel mit ausgebreiteten Flügeln. Das Nilpferd befindet sich gleichsam mitten im sumpfigen Papyrusdickicht“. Es gehört zu meinen absoluten Favoriten des KHM!

Heeresgeschichtliches Museum HGM

Heute zeige ich euch etwas für mich recht Ungewöhnliches, ein ehemaliges Kriegsmuseum, das heutige Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Seit einiger Zeit ist eine Debatte entbrannt, ob die Darstellungsweise des 2. Weltkrieges in diesem Museum noch zeitgemäß ist. Die Kritik, bei einer Tagung am 24.1.2020 (im Objekt 1 im Arsenal) wissenschaftlich äußerst fundiert vorgebracht, lautete kurz zusammengefasst: die an sich guten Objekte der Ausstellung werden ohne Kontextualisierung und ohne kritischer Distanzierung zur Rolle Österreichs im 2. Weltkrieg gezeigt. Z.B. hängt ein Bild des Nazi-Malers Otto Jahn völlig unkommentiert in der Dauerausstellung. Diese Tagung hat mich dazu motiviert, das HGM aufzusuchen. Der dort vorgebrachten Kritik kann ich mich nur anschließen. Mich persönlich hat am meisten schockiert, dass dem Holocaust nur ca. 1m² der riesigen Ausstellungsfläche gewidmet ist, und auch diese Objekte völlig unkommentiert bleiben. Ihr seht zunächst den Ort der Tagung, Objekt 1 im Arsenal, und danach das HGM.

Wiener Sezession

Die Wiener Sezession, eines der bedeutendsten Bauwerke des österreichischen Secessionsstils, wurde 1897/98 von Joseph Maria Olbrich erbaut. Das Gebäude mit dem goldenen „Krauthappel“ am Dach dient bis heute als Ausstellungsstätte für moderne Kunst.  Es zählt nicht zu meinen Lieblingsmuseen, aber ab und zu besuche ich es gerne. Diesmal haben mir die aktuellen Ausstellungen gut gefallen, ganz besonders die „Shit Moms“ von Tala Madani. Der Beethovenfries von Gustav Klimt gehört seit seiner Errichtung 1902 zur Wiener Sezession.

Belvedere 21

Das Belvedere 21 – eine Dependance des Belvedere – zeigt derzeit im Hauptraum eine Ausstellung von Eva Grubinger: Malady of the Infinite (Leiden am Unendlichen). Mir persönlich sagen die ausgestellten Objekte – eine angedeutete Jacht und am Boden liegende Wasserbomben – nicht viel, trotz mehr als ausführlicher Legende. Ich mag es nicht, wenn Kunst sich mir NUR über ein Konzept erschließt, möglichst lang und kompliziert. Aber das ist natürlich sehr subjektiv, ich bin eben ein Schau-Mensch und weniger ein Lese-Mensch (ausgenommen ist Literatur). Beides ist dann wieder ok, wenn mich ein Kunstwerk emotional berührt, und durch einen Text zusätzlich an Deutungsmöglichkeiten gewinnt. Das Belvedere 21 ist aber für mich selbst ein architektonisches Kunstwerk, wobei es seit der Renovierung 2011 die wunderbare Innen-Haupttreppe leider eingebüßt hat. Das Gebäude wurde von Karl Schwanzer als Österreich-Pavillon für die Weltausstellung in Brüssel 1958 entworfen. Ab 1962 diente es als Museum des 20. Jahrhunderts, und wurde nach der Renovierung 2011 als 21er Haus wiedereröffnet. Seit 2017 gehört das Haus zum Belvedere und wurde in Belvedere 21 umbenannt.