Todra-Schlucht und die Straße der Kasbahs

Die Todra-Schlucht liegt im östlichen Atlasgebirge. Die Steilwände sind hier bis zu 300 Meter hoch, und bei Kletterern ist die sie sehr beliebt. Wir haben die Todra-Schlucht, wie auch viele andere, zu Fuß erkundet. Danach fuhren wir über die „Straße der Kasbahs“ (Lehmburgen) zu unserem nächsten Hotel in Quarzazate, und sahen unterwegs eine der schönsten renovierten Kasbahs Marokkos.

Aït-Ben-Haddou

Unser nächstes Ziel war Aït-Ben-Haddou – ein Ksar, ein befestigtes Dorf. Es liegt an einem Berghang in etwa 1300 m Höhe am Ufer des Asif Mellah. Entstanden ist dieses Ksar zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert, und bis zu 1000 Menschen sollen hier in 6 ineinander verschachtelten Kasbahs (Lehmburgen) gelebt haben. Heute ist Aït-Ben-Haddou UNESCO Weltkulturerbe und absolut sehenswert!

Die Straße der Kasbahs

Von Erfoud ging unsere Reise nach Westen – Quarzazate – weiter. Unterwegs sahen wir das älteste funktionierende Bewässerungssystem Marokkos. Seltsame kleine Hügeln mit tiefen Löchern speichern hier das Wasser. An einer lokalen Raststation schlief ein Mann seelenruhig, obwohl so ein voller Bus ganz schön viel Lärm macht. Weitere Oasenstädte mit den Lehmburgen (Kasbahs) folgten, und überall waren die Menschen mit ihren Tieren und mit ihren Waren zu sehen.

Ausflug in die Sahara

Von Erfoud aus fuhren wir am späten Nachmittag in die Sahara hinein. Wir waren ein Konvoi aus etwa 8 Geländewagen, und jeder Fahrer wollte der erste sein, ganz besonders unserer, da wir die letzten waren. Weil es dort keine Straße gibt, war das Überholen auch gut möglich. In der Wüste angekommen, stieg eine Gruppe auf Kamele, um auf die Sanddünen zu reiten. Mir ist es einfach unangenehm, wenn Tiere gequält werden, und zumindest das Aufstehen und Niedersetzten mit einem Menschen drauf muß für die Kamele sehr anstrengend bis quälend sein. 2 Kamele haben furchtbar geschrien, ihr könnt das aufgerissene Maul auf einem Foto sehen. Viele Berber hier leben von den Touristen, vermieten ihre Kamele oder verkaufen Fossilien (ich habe einen unbearbeiteten Stein gekauft, auf dem man von Außen das Schneckengehäuse sieht). Skarabäus-Käfer liefen über den Sand, einen scharf zu erwischen war kaum möglich. Das Licht und die Stimmung wurden gegen Abend immer schöner!

Kurze Pause – in einigen Tagen seht ihr hier die Wüste Marokkos!

Liebe Besucherinnen und Besucher, ich fahre heute für eine Woche in die Südsteiermark, und danach könnt ihr die Marokko-Reise mit mir fortsetzen. Es folgen dann die Sahara, die Lehmburgen, der Anima-Garten vom André Heller (auch ihn durfte ich in seinem Garten fotografieren!) und schlußendlich Marrakesch mit all ihren Sehenswürdigkeiten. Ich wünsche euch eine gute Zeit, und bis bald hier auf meinem Blog!

Fahrt durch den Mittleren Atlas

Von Fès im Norden Marokkos ging unsere Reise durch den Mittleren Atlas in den Süd-Osten, nach Erfoud. Ihr könnt sehen, wie sich die Landschaft von Grün zu Gelb wandelt. Wo immer noch irgend etwas wächst, weiden Schafe und Ziegen. Vor Erfoud, unserem Zielort, durchqueren wir das Tafilalet, laut Wikipedia „die südlichste einer vom Wadi Ziz durchzogenen Gruppe mehrerer Oasen in der marokkanischen Sahara. Diese Oasengruppe ist mit 1380 km², 300 Dörfern und bis zu 150.000 Einwohnern die ausgedehnteste der Welt.“

Fès – Chouara Tannery, die älteste Färberei/Gerberei Marokkos

In der Medina von Fès liegt auch die älteste und größte Ledergerberei/Färberei Marokkos – Chouara Tannery. Mit einem Minze-Zweig „bewaffnet“ (es stinkt gewaltig!) steigt man hinauf auf eine der vielen umliegenden Terrassen, um von dort die traditionelle Lederverarbeitung zu sehen. Beeindruckend ist das allemal. Anschließend gibt es eine Verkaufsvorführung, wo sämtliche Lederprodukte angepriesen werden. Die Sachen sind echt schön, aber mir scheinen sie überteuert.