Von San Quirico d’Orcia nach Pienza

Pienza kann man durchaus öfters besuchen, und so machten wir uns neuerlich auf den Weg dorthin. Diesmal gingen wir aber nicht in den Dom, sondern zur etwas entlegenen Pieve di Corsignano. Diese wunderschöne romanische Kirche stammt aus der Zeit, als Pienza noch Corsignano hieß. Im schlichten Innenraum befindet sich das Taufbecken, in dem Enea Silvio Piccolomini (später Pabst Pius II) 1405 getauft wurde. Auf der Rückfahrt nach San Quirico d’Orcia konnten wir den Sonnenuntergang in seiner ganzen Pracht beobachten!

Abtei Monte Oliveto Maggiore

Das Kloster Monte Oliveto Maggiore wurde im 14. Jahrhundert südlich von Siena, bei Buonconvento, erbaut. Berühmt ist die Abtei vor allem wegen des Kreuzgangs mit seinem Zyklus von 36 Fresken von Luca Signorelli und Giovanni Antonio Bazzi (genannt Sodoma). Die lebensgroßen Gemälde zeigen das Leben des heiligen Benedikt, und zählen zu den schönsten Freskenzyklen der Renaissance. Mir haben vor allem die Fresken des Sodoma gefallen, weil sie sehr ausdrucksstark und voller Humor sind!

Siena

Siena, eigentlich mein größter Favorit unter den toskanischen Städten, hat mich diesmal nicht begeistert. Trotz Vorsaison war die kleine Stadt bereits von Touristen überschwemmt, und das hat meine Freude doch sehr reduziert. Allerdings waren wir durchaus selber „schuld“ – mittags sind die Bustouristen hier. Am frühen Morgen oder Abend hätten wir wahrscheinlich keine Menschenmassen angetroffen. Das nächste mal werde ich darauf achten. Dafür habe ich hier, eben mittags, die beste Pizza meines Lebens gegessen!

Die öffentliche, bessere Medienenquete

Gestern fand am Karlsplatz Die öffentliche, bessere Medienenquete statt. Sie wurde von der Plattform Wir für den ORF veranstaltet. „Eine breite Allianz aus Organisationen und Einzelpersonen tritt für die Stärkung des öffentlich-rechtlichen Mediensektors und der Qualitätsmedien ein und schlägt konkrete Verbesserungsmöglichkeiten vor. Es gilt, einem Umbau des ORF zum willfährigen Instrument der Regierung und generell einer Gleichschaltung von Medien nach ungarischem Muster den Riegel vorzuschieben“ – so der Ankündigungstext der Veranstalter. Da mir unabhängiger Qualitätsjournalismus SEHR am Herzen liegt und insbesondere auch der ORF, war ich bei der Veranstaltung dabei und zeige euch hier einige Fotos.

 

 

Montepulciano

Montepulciano ist ein sehr bekannter Ort in der Toskana, und dennoch in der Vorsaison fast menschenleer. Wir schauen kurz in den Dom hinein und schlendern dann durch die kleinen Gassen. Für mich ein Muss ist der Aufstieg auf den Turm vom Palazzo Communale, von wo sich die herrlichsten Ausblicke auf die Stadt und ihre Umgebung eröffnen. Und ein Besuch im berühmten Caffè Poliziano darf natürlich auch nicht fehlen!

Montisi

Montisi ist ein kleiner Ort in den Crete Senesi und gehört zur Gemeinde Montalcino. Das Besondere in Montisi, neben schönen alten Kirchen, ist eine Grancia – eine Art „Bauernhof“, errichtet im 14. Jahrhundert zur autonomen Versorgung des Hospitals Santa Maria della Scala in Siena. Noch heute können hier landwirtschaftliche Produkte erworben werden, siehe letztes Foto.

Castello di Spedaletto und Pienza

Der nächste Ausflug führte uns nach Pienza, seit 1996 Weltkulturerbe. 1405 wurde hier Aeneas Silvius Piccolomini, der spätere Papst Pius II, geboren. Er ließ die entzückende kleine Stadt nach humanistischen Gesichtspunkten umbauen, und sie gilt als erstes Beispiel für humanistische Stadtplanung. Wir schauen in den Dom von Pienza hinein und machen einen Rundgang durch die kleinen Gässchen. Und unbedingt muss ich euch die kunstvollen Fensterläden-Halterungen zeigen, die es vielerorts in der Toskana gibt, aber wohl nirgends so wunderschöne! Zuvor sehen wir uns aber das nahe gelegene Agriturismo Castello di Spedaletto an – ein mittelalterliches Schloss, das heute dem Tourismus dient.

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