Albertina

Die Krönung meiner Museumsbesuche war am 23.12.2019 die Albertina. Im Untergeschoß werden derzeit Werke von Anselm Kiefer, Gerhard Richter, Gottfried Helnwein, Andy Warhol, Alex Katz, Maria Lassnig u.a. gezeigt. Die Sammlung Batliner im 2. Stock ist eine der bedeutendsten Kollektionen Europas zur Malerei der Klassischen Moderne, mit Werken von Chagall, Picasso, Degas, Cézanne, Kokoschka und v.a. Zeitgenössische Zeichnungen aus der Sammlung Florence und Daniel Guerlain sind ebenfalls auf Ebene 2. zu sehen. Im 1. Stock befinden sich die Prunkräume und die derzeit wichtigste Ausstellung der Albertina – die Albrecht Dürer Schau. Sie zeigt mit über 200 Exponaten Dürers zeichnerische, druckgrafische und malerische Werke. Im Erdgeschoss sind frühe Arbeiten von Arnulf Rainer ausgestellt, anlässlich seines 90. Geburtstages. Die größte Freude war für mich, dass bis auf 1. Bild von Dürer ALLES fotografiert werden durfte, das habe ich noch nie erlebt!

Oberes Belvedere – aktuelle Ausstellungen

Das Obere Belvedere zeigt derzeit – neben den ständigen Sammlungen – Werke des Malers und Freskanten Josef Ignaz Mildorfer (1719–75). Er wird als Rebell des Barock bezeichnet, wegen seiner sehr speziellen und ausdrucksstarken Darstellungsweise. Ich zeige euch, ihr ahnt es vielleicht schon, wieder einmal meine persönliche Auswahl aus allen Sammlungen und das Haus selbst.

 

KHM Wien – mit Gemälden von Caravaggio und Skulpturen von Bernini

Derzeit sind im Kunsthistorischen Museum Wien Werke von Caravaggio & Bernini in einer Sonderausstellung zu sehen. Es geht in erster Linie um Emotionen: „Zu Caravaggios Zeit spielte das innere Seelenleben eine große Rolle. Im 17. Jahrhundert drehte sich alles um Emotionen. Caravaggio, Bernini und ihre Gleichgesinnten setzten einige spezielle Kunstgriffe ein, um Affekte darzustellen und Emotionen in den Betrachterinnen und Betrachtern auszulösen. Zu diesen Kunstgriffen gehörten komplexe Körperhaltungen, Gesichtsausdrücke und Blicke sowie Lichterscheinungen, Farben und bewegte Gewänder.“ So lautet der Text zur Ausstellung auf der KHM-Webseite. Ich zeige euch eine kleine, rein persönliche Auswahl von Werken aus den ständigen Sammlungen; in der Sonderausstellung war Fotografieren leider nicht erlaubt.

MAK-Expositur Geymüllerschlössel

„Im Biedermeierjuwel Geymüllerschlössel in Wien Pötzleinsdorf zeigt das MAK Möbel aus dem Empire und Biedermeier, Alt-Wiener Uhren der Sammlung Franz Sobek sowie Interventionen zeitgenössischer Künstler und Designer.“ Das Schlössel ist allerliebst, die ausgestellten Uhren und Uhren-Bilder wirklich sehenswert, und der Park einfach wunderschön!

MAK Wien – Museum für angewandte Kunst

Nach dem Naturhistorischen Museum besuchten wir das MAK Wien – das Museum für angewandte Kunst. Neben den ständigen Sammlungen sind dort Wechselausstellungen zu sehen, und am meisten hat mich diesmal das MAK DESIGN LAB beeindruckt. „Mit Vorstellungskraft, Kreativität, spielerischem Experiment und ganzheitlicher Sichtweise lenkt das MAK DESIGN LAB den Blick auf die Konsequenzen unseres momentanen Lebensstils, aber auch darauf, was innovative Problemlösungen für jede/jeden von uns bedeuten.“ Ein Beispiel ist die Virtual-Reality-Brille für Hühner, ein Kunstprojekt zum Schmunzeln, aber auch erschreckend – werden wir alle mal mit solchen Brillen inmitten der zerstörten Welt herumirren?

Naturhistorisches Museum Wien

Wir haben seit fast einem Jahr die Museums-Card der Bundesmuseen in Wien, und bevor sie Ende Dezember abläuft besuchen wir natürlich die 8 Museen. Als erstes zeige ich euch das NHM, und da speziell die aktuelle Mond-Ausstellung. Der Mensch hat sich seit fast 4ooo Jahren mit dem Himmel und den astronomischen Phänomenen beschäftigt – das erste Foto zeigt die Himmelsscheibe von Nebra mit Sonne, Mond und den Plejaden. Es ist schon unglaublich toll, wie weit es die Menschheit gebracht hat, aber zunehmend beschleicht mich die Angst, dass die Profitgier unseren Planeten in nicht allzu weiter Zukunft zerstören könnte. Jedenfalls als Lebensgrundlage für Menschen. Die Exponate habe ich willkürlich, nur nach meinem Geschmack ausgewählt.

Abschied von Armenien

Den Abschied von Armenien nahmen wir in Jerewan, seiner Hauptstadt. Wir hatten einen ganzen Tag zur freien Verfügung. Auf unserem Programm war nochmals „die Kaskade“ mit ihren Kunstwerken; ein unterirdisches Einkaufszentrum, wo historische Musikinstrumente ausgestellt sind; die Fußgängerzone; das Sergei Parajanov Museum; eine Moschee und die U-Bahn. Jerewan hat genau eine U-Linie, und die sind wir abgefahren. Der Heimflug nach Wien fand leider noch vor dem Sonnenaufgang statt, sodass die Fotos (bei wenig Licht gemacht) technisch suboptimal sind, mir gefallen sie aber trotzdem. Diese Reise wird mir mit Sicherheit als eine meiner schönsten in Erinnerung bleiben!