Wien, mein Wien
Heute mal was Ernstes.
Ich liebe Wien, ich bin momentan sogar sehr stolz auf Wien, aber fremdschämen muss ich mich auch. Soviele freiwillige Helfer bei dem Versuch, den 1000 den Flüchtlingen auf Wiener Bahnhöfen zu helfen; soviel Solidarität und Eigeninitiative, das gab’s schon lange nicht mehr, das macht mich froh und zuversichtlich für die Zukunft Europas. Europa schrumpft und vergreist, braucht junge Zuwanderer. Aber Angst beherrscht uns – werden uns die Fremden was wegnehmen, uns beim gewohnten Konsum stören? Hier zwei Geschäftsportale in der Wiener Neubaugasse, die heißen tatsächlich so: “Göttin des Glücks” und “Kauf dich glücklich”.
Und dann gibt es noch diese abgehalfterte ÖVP Politikerin aus dem 1. Bezirk, die aus gekränkter Eitelkeit und kleinlicher Wehleidigkeit, und weil sie wohl nicht vom Futtertrog weichen will (von ihrer regulären Pension könnten wahrscheinlich 5 Familien gut leben), zur rechtspopulistischen FPÖ übergelaufen ist! Und diese Frau hat jüdische Wurzeln. Das ist zum fremdschämen…



