Was vom Sommer übrig blieb …

Die Tage werden kürzer, die Nächte richtig kalt, aber noch ist der Sommer nicht ganz weg. Noch gibt es Blüten und Insekten, noch gibt es Farben in Hülle und Fülle. Und doch, der Herbst nähert sich mit leisen Schritten, Gelb und Rot werden mehr. Und alle meine Sinne erfreuen sich daran. Mit diesen Fotos verabschiede ich mich für ein paar Tage – es geht in die Südsteiermark!

Kurpark Oberlaa

Wien bietet seiner Bevölkerung viele Erholungsgebiete, und ein ganz besonders schönes ist für mich der Kurpark Oberlaa in Favoriten. 1974 war hier die „Wiener Internationale Gartenschau 1974“ (WIG 74), die 2. und letzte dieser Art in Wien. Damals wurde Eintritt verlangt, wie üblich bei solchen Gartenschauen, und eine Einschienenbahn (letztes Foto) schwebte über dem Gelände. Das Konzept ist jedoch gescheitert, die erwarteten Einnahmen blieben aus, das teure Mobiliar verkam langsam, und die Einschienenbahn wurde wieder demontiert. Bereits Ende 1974 wurde der Park für die Öffentlichkeit geöffnet, und seither ist er ein sehr beliebtes Erholungsgebiet für alle Wienerinnen und Wiener!

Neues aus dem Garten

Lange kam jetzt nichts aus meinem Garten – höchste Zeit für neue Makros! Zuerst seht ihr einen Gewöhnlichen Bienenkäfer und eine Wespe auf Wilder Karotte. Dann kommt eine Fliege dazu. Auf der Herbstanemone sitzt eine Spinne aus der Familie der Haubennetz- oder Kugelspinnen – die Enoplognatha ovata, eine häufige Spinnen-Art. Hummeln auf Echinacea sind leicht zu erkennen, und zum Größenvergleich gibt es Wildbienen und eine Hummel auf Flockenblume. Auf dem Schmetterlingsstrauch sind eine Hummel und eine Holzwespe, und in die Gelenkblume fliegen Bienen rein. Weitere Bienen tummeln sich auf der Schmucklilie; eine Schwebfliege auf der Schafgarbe, und Wildbienen auf gelber Schafgarbe. Ihr seht, es ist was los in meinem Garten!

Was ich euch auch noch sagen möchte: heute ist mein 5. Jahrestag auf WordPress. Ich danke euch für die Treue 🙏!

Die wunderliche Welt der Insekten

Ich zeige euch heute – neben schon bekannten Insekten – ein ganz spezielles Exemplar, den Stahlblauen Grillenjäger, eine sehr seltene Wespenart. Sie ernährt sich von kleinen Grillen und Heuschrecken, aber das Besondere an ihr ist die Art und Weise, wie sie ihre Brutröhren anlegt: sie legt die Eier in einzelnen Kammern ab, die sie mit welken Grashalmen abtrennt. Anschließend stopft sie welke Grashalme als Verschluss in die Röhre. Ich konnte tatsächlich fotografieren, wie sie einen Grashalm abbeißt und zum „Nest“ transportiert. Am letzten Foto der kleinen Fotoserie (6 Fotos) könnt ihr genau sehen, dass der Halm bereits abgebissen ist. Die Fotos vom Abflug waren leider zu unscharf und wurden gelöscht. Eine andere Wildbienen-Art stopft für ihren Nachwuchs Heuschrecken als Lebensmittelvorrat in die Brutröhre – auch das könnt ihr deutlich sehen. Faszinierend, dieses Mini-Universum! Und das schwarze Insekt mit roten Flecken ist das Kleine Fünffleck-Widderchen.

Feldhamster-Kolonie in Wien

Auf einem Wiener Friedhof leben wilde Feldhamster, und vorige Woche konnte ich sie fotografieren. Die Kolonie soll in den letzten Jahren geschrumpft sein, wie die Feldhamster überhaupt am Verschwinden sind. Sie zählen bereits zu geschützten Tierarten und sind vom Aussterben bedroht. Übrigens auch die Feldhasen, die man früher bei jeder Autofahrt übers Land beobachten konnte. Ich denke, ich werde das Ende all dieser Arten nicht mehr erleben, worüber ich sehr froh bin, denn in einer Welt ohne Vögel, Igel, Hamster, Hasen usw. möchte ich nicht leben. Vielleicht werden künftige Generationen, die all diese Tiere in freier Natur nie erlebt haben, sie dann auch nicht vermissen.

Mein kleines Universum …

Mein kleines Universum versetzt mich immer wieder in Staunen – alleine wie viele unterschiedliche Käfer ich schon auf meiner ca. 40 m² „großen“ Wildblumenwiese fotografiert habe ist unglaublich! Schaut und staunt mit mir …

Baby-Ringelnatter zu Besuch bei mir

Die letzten Tage hatte ich Besuch von einer Baby-Ringelnatter, ca. 30 cm lang. Sie schwamm in meinem Granit-Wassergrand, sonnte sich auf den Seerosen-Blättern und, leider, frass auch meine Kaulquappen. Aber nicht alle! Ein paar Mini-Fröschlein habe ich schon. Ich kann nur hoffen, dass alle meine Schützlinge überleben und einen guten Lebensraum finden.

Marienkäfer und co

Es wird Zeit, euch wieder die Schätze aus meinem Garten zu zeigen – heute den wunderschönen und überaus nützlichen Marienkäfer. Er und seine Larven fressen bekanntlich die Blattläuse, und von denen habe ich mehr als genug. Neben „unserem“ Glückskäfer gibt es schon verschiedene asiatische Arten auch bei mir am Heuberg (gelbe, schwarze, rote mit ganz vielen Punkten) – aber mir ist es eigentlich egal, wer die Blattläuse frisst. Wobei, am schönsten finde ich doch unseren …

Hotel Regina

Das Hotel Regina gibt es seit über 120 Jahren, und es befindet sich gleich neben der Votivkirche in der Nähe der Haupt-Uni Wien. Über einen Foto-Klub habe ich die Möglichkeit erhalten, das schöne Gebäude von Innen zu fotografieren. In Zeiten von Corona, mit all den Reisebeschränkungen, eine willkommene Abwechslung zum Fotografieren in meinem Garten. Das Hotel Regina verbindet Tradition und Charme mit modernem Wohnkomfort. Es machte mir große Freude, die schönen Zimmer mit den Ausblicken auf die Votivkirche und das Schottentor, sowie den Spiegelsaal und das Restaurant Roth zu fotografieren.

Die Wiener Votivkirche

Die Wiener Votivkirche ist eine römisch-katholische Kirche in der Nähe des Hauptgebäudes der Universität Wien. Mit einer Höhe von 99 Metern ist sie die zweithöchste Kirche Wiens. Die Votivkirche ist eines der bedeutendsten neugotischen Sakralbauwerke der Welt. Der sogenannte Ringstraßendom wurde nach den Plänen des damals erst 26 jährigen  Architekten Heinrich von Ferstel errichtet, und nach 23 Jahren Bauzeit am 24. April 1879 feierlich eingeweiht. Ich zeige euch die Votivkirche von Außen, die seit einiger Zeit eingerüstet ist und renoviert wird, vom Fenster eines Gästezimmers im Hotel Regina aus. Die wunderschönen Glasfenster wurden im 2 Weltkrieg zerstört und sind größtenteils neu errichtet – eines davon ist Franz Jägerstätter, einem selig gesprochenen Kriegsdienstverweigerer, gewidmet.