Berg der Kreuze – Abschied von Litauen

Mit dem Besuch am Berg der Kreuze verabschieden wir uns von Litauen. Der nur etwa 10 Meter hohe Hügel mit den unzähligen Kreuzen ist unter dem Namen „Berg der Kreuze“ zum Symbol für den Widerstand der Litauer geworden. Mehrfach zerstört, wurde er stets aufs Neue errichtet. Seit 1991 dient dieser Ort auch als Pilgerstätte und heiliger Ort der Katholiken – aus aller Welt kommen die Gläubigen auf den Hügel, um ein Kreuz aufzustellen oder einen Rosenkranz aufzuhängen. Auch für nicht tief Gläubige ein sehr beeindruckender Ort!

Kurische Nehrung

Die Kurische Nehrung war mein persönliches Highlight dieser Reise ins Baltikum. Die Sanddünen, die Strände und die Ostsee haben mich begeistert! Ihr seht die Überfahrt übers Haff auf die Halbinsel (52 km liegen in Litauen, diesen Teil haben wir gesehen, und 46 km in der russischen Provinz Kaliningrad); die Sandstrände und Möwen; das malerische Örtchen Nida (deutsch Nidden); eine Bachstelze und Kormorane; und zuletzt das Haus, das Thomas Mann 3 Sommer lang bewohnte.

Kleipeda

Nach einer Fahrt durch schöne litauische Landschaften kamen wir in Klaipėda an. Sie ist, mit etwa 183.000 Einwohnern, die drittgrößte Stadt Litauens und liegt an der Ostsee. Einst gehörte Klaipėda zu Deutschland und hieß Memel. Am Fluss Dane befindet sich die Promenade Klaipėdas mit kleinen Cafés und historischen Speichern, und hier liegt auch das berühmte Wahrzeichen der Stadt, das Segelschiff „Meridianas“. Sehenswert sind weiters die Alte Post und der Theaterplatz, wo das berühmte Denkmal des Dichters Simon Dach („Ännchen von Tharau“) steht.

Wasserburg Trakai

Die gotische Wasserburg Trakai liegt malerisch auf einer Insel zwischen 3 Seen. Ihr Ursprung liegt im 14. Jahrhundert. Sie wurde 1655 bei einem russischen Angriff zerstört und erst im 20. Jahrhundert wieder restauriert. Heute beherbergt die Burg ein Museum, in dem über die Geschichte des Großfürstentums Litauen und der Stadt Trakai informiert wird.

Trakai

Trakai ist eine kleine Stadt in der Nähe von Vilnius. In der Umgebung gibt es ca. 200 Seen, und der Ort ist für seine gotische Wasserburg berühmt. Heute leben in Trakai neben Litauern auch Polen, Russen, Weißrussen und Karäer. Die Holzhäuser von Trakai und die karäische Synagoge bilden ein wunderschönes Ensemble!

Vilnius – Tor der Morgenröte

Am nächsten Tag sind wir zum Tor der Morgenröte gefahren, einem alten Stadttor von Vilnius, das eine prächtige Kapelle und die als wundertätig verehrte Ikone der Barmherzigen Muttergottes beherbergt. Die zwischen 1503 und 1522 erbauten Tore, von denen nur noch dieses eine erhalten geblieben ist, schützten einst die Hauptstadt des litauischen Großfürstentums. Im Tor der Morgenröte gibt es eine kleine Tür, hinter der eine Treppe zur Kapelle im oberen Stockwerk führt. Im Zentrum des reich verzierten Raumes steht die vergoldete Ikone, die von Votivgaben und Holzschnitzereien umgeben ist. Noch heute war die große spirituelle Kraft dieses Raumes für mich spürbar!

Litauen: Vilnius

Vilnius ist die Hauptstadt von Litauen und für seine Barockarchitektur in der mittelalterlichen Altstadt berühmt. Die Gebäude an den häufig mit Kopfsteinpflaster belegten Straßen zeugen von unterschiedlichen Stilen und Zeiten – von der gotischen Kirche St. Anna bis zur neoklassizistischen Kathedrale St. Stanislaus. Seit dem Jahr 1994 gehört die Altstadt von Vilnius zum Welterbe der UNESCO. Die Universität von Vilnius ist ein weiteres Highlight der baltischen Hauptstadt. Wegen der vielen Kirchen wird Vilnius auch als das „Rom des Nordens“ bezeichnet: zahlreiche Glockentürme ragen in den Himmel und prägen so das Stadtbild. Die Ursprünge der Kathedrale von Vilnius gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, und somit gilt sie als die älteste Kirche des Landes.