Plovdiv – die zweitgrößte Stadt Bulgariens

Plovdiv, mit 350.000 EinwohnerInnen die zweitgrößte Stadt Bulgariens, bezaubert sowohl mit ihren antiken Schätzen (Ausgrabungen; Byzantinische Kirchen; römisches Theater; Moscheen) als auch mit ihrem „post-kommunistischen“ Charme. Die großen Boulevards und die Fußgängerzone sind blitzsauber, und die Altstadt und das Kapana-Viertel locken mit verwinkelten Gässchen und herrlichen Gebäuden. Auch Wiedergeburtshäuser sind hier zu finden – eines der Schönsten, das Hindliyan-Haus konnten wir besichtigen und fotografieren. Kommt man in Bulgarien auf eine Schnellstrasse, taucht schon ein Schild auf, welches Pferdefuhrwerke und Fahrräder verbietet!

Smoljan und Zlatograd – die bulgarischen Wiedergeburtshäuser

Smoljan und Zlatograd sind kleine bulgarische Orte mit wunderbar restaurierten „Wiedergeburtshäusern„. Diese prachtvollen Häuser wurden ab ca. 1810 im Geiste des wieder erstandenen Bulgariens von reichen Kaufleuten errichtet. Den Baustil gibt es heute noch, um historische Ensembles zu erhalten. In Zlatograd haben wir, neben der wunderschönen bulgarisch-orthodoxen Kirche, die ehemalige Schule mit der dazugehörigen Lehrerwohnung besichtigt.

Unterwegs zum Batschkovo-Kloster

Unser erster Ausflug in den Süden Bulgariens führte uns zum Batschkovo-Kloster, dem zweitgrößten nach dem Rila-Kloster. Es wurde 1083 von byzantinischen Befehlshabern gegründet, ist ein Nationalheiligtum und gehört zu den allerwichtigsten Sehenswürdigkeiten Bulgariens. Im Innenhof des Klosters steht der mehr als 300 Jahre alte Baum „Dschindschifir“, aus dessen Früchten die Mönche einen Schnaps brennen. Unterwegs zum Kloster haben wir eine wunderschöne Festung aufgesucht.

Mittelalter-Fest in Znaim/Znoimo

Vor einiger Zeit haben wir – bei leider sehr schlechten Lichtverhältnissen – das Mittelalter-Fest in Znaim/Znoimo besucht. Es gab einen wunderbaren Umzug, viele Attraktionen und Weinverkostungen. Die mittelalterliche Stadt selbst könnte nicht schöner sein, nur das Wetter hat uns diesmal im Stich gelassen.

Blons, das Stift Gerold und die St. Martins Kirche in Ludesch

Nach dem Einschub über meine Blaudruck-Ausstellung im Mühlviertel setze ich meinen Vorarlberg-Bericht fort:

Am 4. Tag haben wir das Große Walsertal mit dem Auto erkundet. Vormittags waren wir in Blons, wo am 11. Jänner 1954 ein schweres Lawinenunglück 57 Menschenleben gefordert hat. Danach sahen wir uns das Stift Gerold an – ein Stift mit wunderbarem Klostergarten und sehr guter Gastronomie. Mittags konnten wir die kleine mittelalterliche Kirche St. Martin in Ludesch besichtigen (schaut euch den Link an, die Kirche ist wirklich äußerst sehenswert!). Die Fresken, der gotische Altar – alles herrlich erhaltene und restaurierte Kulturschätze. Was aber sehr befremdlich war – ist halt über 500 Jahre her! – auf der linken Seite der Kirche, der Frauenseite , gibt es nur ganz schmale Kniebänke. Die Frauen durften damals in der Kirche nur stehen oder knien. Bei den Männern auf der rechten Seite sind hingegen ganz normale Kirchenbänke… Das tut der Schönheit dieses Kleinods aber keinen Abbruch, das muss man natürlich geschichtlich sehen.

ALLES BLAU – Eine Ausstellung im Mühlviertel

Liebe Leserinnen und liebe Leser, liebe Gäste!

Heute zeige ich euch etwas GANZ ANDERES, zeige mich von einer völlig anderen Seite. Ich beschäftige mich seit Jahren auch mit dem Blaudruckverfahren, der Cyanotypie – und gemeinsam mit Anita Prammer, einer ganz lieben Freundin, haben wir bei ihr im Mühlviertel die Ausstellung „Alles Blau“ gestaltet. Dort ist der textile Blaudruck noch ein aktives Gewerbe, und wir dachten, dass der fotografische Blaudruck gut zu den blau gefärbten Stoffen passen würde. Oben im Heustadl hängen also die textilen Blaudrucke (Dirndl-Leihgaben aus der Region und von Anita selbst bedruckte Stoffe); unten im sogenannten Steinhaus meine Fotos. Ich habe mühlviertler Motive als Cyanotypien und Scharzweiß-Fotos ausgearbeitet, und finde, dass sie nicht besser präsentiert werden könnten als im Steinhaus! Die Ausstellung ist noch bis 10. September zu sehen, nähere Infos findet ihr hier. Eine sehr interessante Radiosendung zu dieser Ausstellung könnt ihr nachhören. Und Fotos gibt es natürlich von mir!

 

Zu Besuch im Technischen Museum Wien

Vor ein paar Tagen habe ich das Technische Museum Wien und seine Direktorin, Fr. Dr. Zuna-Kratky besucht. Von einem Besprechungszimmer unter dem Dach konnte ich den fantastischen Blick auf das Schloss Schönbrunn und die Gloriette fotografisch festhalten. Aber eigentlich will ich euch von der aktuellen Ausstellung „Die Zukunft der Stadt _weiter_gedacht“ erzählen. Städte haben eine ganz besondere Innovationskraft und brauchen sie auch. Derzeit leben in den Städten auf 2% der Weltoberfläche ca. 50% aller Menschen, und bis 2050 werden es sogar ca. 2/3 sein. Wie werden also in Zukunft die Energiegewinnung, der Wohnraum, der Verkehr, die Ernährung usw. aussehen? Mit diesen und vielen anderen Fragen befasst sich diese sehenswerte Ausstellung. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier: