Bisamberg im Winter

Auch der Bisamberg läßt sich mit der Bahn von Langenzersdorf aus gut erreichen (ihr erinnert euch vielleicht, wir haben das neue Klimaticket!), und natürlich waren wir auch schon dort. Am Langenzersdorfer Museum vorbei und durch den Rehgraben geht es angenehm hinauf. Die kleine tote Maus lag mitten am Weg und sah noch so frisch und lebendig aus – sie tat mir leid. Angesichts des aktuellen Krieges in der Ukraine freilich eine Bagatelle. Beim Abstieg haben wir dem Turmfalken bei seiner Jagd zugesehen. Hätte der eine Maus geschlagen, hätte diese zumindest für das Überleben des Vogels ihr Leben gelassen, das kann ich besser akzeptieren. Aber den Tod kann sich niemand aussuchen. Am letzten Foto seht ihr das prächtige Stift Klosterneuburg.

Neusiedl am See

Mit dem Klimaticket ging es am 07.01.22 vom Hauptbahnhof in 40 Minuten nach Neusiedl am See. Bereits vom Zug aus konnten wir den Schneeberg bewundern! Von Bahnhof spazierten wir etwas über 1 Stunde zum Neusiedler See. Es war sonnig und mäßig warm. Am See angekommen, mußten wir häßliche Veränderungen sehen – wie überall in attraktiven Lagen, haben Investoren eine riesige Appartementanlage hingestellt. Direkt am See, versteht sich. Für stinkreiche Leute als 3.- oder 4. Wohnsitz, reine Geldanlage. Völlig nutzlos stehen die Appartements leer. Im Sommer haben wir genauso eine Anlage am Millstätter See gesehen. Mich macht diese Entwicklung richtig WÜTEND! Wie kann es sein, dass immer weniger Menschen über immer mehr Geld verfügen, nicht mehr wissen, wohin damit, und die Welt kaputt machen. Passend zu meiner Stimmungslage ging am See ein eiskalter Wind, und wir machten uns schleunigst auf den Heimweg.

Mit dem Klimaticket ins Mühlviertel

Wir haben seit kurzem das Klimaticket und sind damit zu Freunden ins Mühlviertel gefahren. Die Hinreise verlief völlig problemlos, Wien-Linz per Bahn; dann nach St. Peter am Wimberg mit dem Bus. Insgesamt ca. 2,5 Stunden, also schneller als mit dem PKW! Aber bei der Heimfahrt kam der besagte Bus nicht, bei ca. 2° und Nebel hätten wir 2 Stunden auf den nächsten warten müssen, hätten uns nicht unsere Freunde wieder mit nachhause genommen. Ich finde das katastrophal, wie soll da der Umstieg vom Auto auf die Öffis gelingen. Der Fahrer war erkrankt, das erfährt man per Anruf bei einer Hotline, und weiter NICHTS. Keinerlei Krisenmanagement! Ich finde, da hätte z.B. das lokale Taxiunternehmen die Fahrgäste entlang dieser Strecke bei den Haltestellen abholen können, sehr viele waren es ohnehin wahrscheinlich nicht. Menschen ohne Handy – die soll es geben – konnten nicht einmal erfahren, ob sie noch warten sollen oder wieder heimgehen. ABER, das Mühlviertel selbst hat damit natürlich nichts zu tun, und es hat sich uns von seiner schönsten herbstlichen Seite gezeigt!