Die Straße der Kasbahs

Von Erfoud ging unsere Reise nach Westen – Quarzazate – weiter. Unterwegs sahen wir das älteste funktionierende Bewässerungssystem Marokkos. Seltsame kleine Hügeln mit tiefen Löchern speichern hier das Wasser. An einer lokalen Raststation schlief ein Mann seelenruhig, obwohl so ein voller Bus ganz schön viel Lärm macht. Weitere Oasenstädte mit den Lehmburgen (Kasbahs) folgten, und überall waren die Menschen mit ihren Tieren und mit ihren Waren zu sehen.

Ausflug in die Sahara

Von Erfoud aus fuhren wir am späten Nachmittag in die Sahara hinein. Wir waren ein Konvoi aus etwa 8 Geländewagen, und jeder Fahrer wollte der erste sein, ganz besonders unserer, da wir die letzten waren. Weil es dort keine Straße gibt, war das Überholen auch gut möglich. In der Wüste angekommen, stieg eine Gruppe auf Kamele, um auf die Sanddünen zu reiten. Mir ist es einfach unangenehm, wenn Tiere gequält werden, und zumindest das Aufstehen und Niedersetzten mit einem Menschen drauf muß für die Kamele sehr anstrengend bis quälend sein. 2 Kamele haben furchtbar geschrien, ihr könnt das aufgerissene Maul auf einem Foto sehen. Viele Berber hier leben von den Touristen, vermieten ihre Kamele oder verkaufen Fossilien (ich habe einen unbearbeiteten Stein gekauft, auf dem man von Außen das Schneckengehäuse sieht). Skarabäus-Käfer liefen über den Sand, einen scharf zu erwischen war kaum möglich. Das Licht und die Stimmung wurden gegen Abend immer schöner!