Heeresgeschichtliches Museum HGM

Heute zeige ich euch etwas für mich recht Ungewöhnliches, ein ehemaliges Kriegsmuseum, das heutige Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Seit einiger Zeit ist eine Debatte entbrannt, ob die Darstellungsweise des 2. Weltkrieges in diesem Museum noch zeitgemäß ist. Die Kritik, bei einer Tagung am 24.1.2020 (im Objekt 1 im Arsenal) wissenschaftlich äußerst fundiert vorgebracht, lautete kurz zusammengefasst: die an sich guten Objekte der Ausstellung werden ohne Kontextualisierung und ohne kritischer Distanzierung zur Rolle Österreichs im 2. Weltkrieg gezeigt. Z.B. hängt ein Bild des Nazi-Malers Otto Jahn völlig unkommentiert in der Dauerausstellung. Diese Tagung hat mich dazu motiviert, das HGM aufzusuchen. Der dort vorgebrachten Kritik kann ich mich nur anschließen. Mich persönlich hat am meisten schockiert, dass dem Holocaust nur ca. 1m² der riesigen Ausstellungsfläche gewidmet ist, und auch diese Objekte völlig unkommentiert bleiben. Ihr seht zunächst den Ort der Tagung, Objekt 1 im Arsenal, und danach das HGM.