Kloster Norawank

Kloster Norawank heißt auf Armenisch „Neues Kloster“ und befindet sich in der Schlucht des Flusses Amaghu. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den berühmtesten touristischen Zielen Armeniens. Der Klosterkomplex selbst besteht aus zwei Kirchen, einem Gavit (Vorhalle), einer Kapelle und vielen Chachkars (Kreuzsteine). Die Lage des Klosters ist einzigartig, und der Ausblick über die Schlucht wunderschön! Ein kleines Stück sind wir in der Schlucht gewandert – sehr angenehm und mal nicht anstrengend.

Kloster Geghard

Der Blick in der Früh aus unserem Hotelzimmer in Jerewan war schon viel versprechend – der Berg Ararat lag deutlich sichtbar in der klaren Morgenluft! Zum Kloster Geghard fuhren wir nach Osten, in das Azat-Tal. Das Kloster selbst liegt in einer Schlucht am Oberlauf des Azat, und wurde vermutlich im 4. Jahrhundert gegründet. Es ist ein Höhlenkloster, in dem Räume auch in die Felsen gehauen wurden. Der vollständige Name des Klosters Geghard lautet Geghardavank, was „Kloster zur heiligen Lanze“ bedeutet. Der Name soll auf eine Legende zurückgehen, der zufolge eine Lanze des Apostel Thaddäus im Kloster versteckt worden ist. Die Lanze gibt es tatsächlich, und sie ist im Museum von Etschmiadsin ausgestellt. In einer Felsenkirche des Klosters, im oberen Gawit (Vorhalle), werden kleine Konzerte für die Touristen gegeben. Wir hörten mehrere sakrale Volkslieder von einem ausgezeichneten Vokal-Ensemle. Das war ein großartiges Erlebnis für mich, die 5 Stimmen in dieser herrlichen Kirche!

Wanderung zum verlassenen Kloster in der Schlucht

Vom Kloster Tatew ging unsere Wanderung ca. 500 Höhenmeter hinunter, zum kleineren und verlassenen Kloster unten in der Schlucht. Ebenfalls unten im Tal befindet sich die sogenannte Teufelsbrücke, die mich aber enttäuscht hat. Ein großer, in das Flußbett herabgefallener Felsen bildet eine natürliche, kleine Brücke. Schon interessanter fand ich die Thermalquelle, die sich dort befindet – da gehen die Einheimischen tatsächlich baden! Die 3 letzten Fotos von der Seilbahn sind auf der Rückreise im Bus zum Hotel in Goris entstanden.

Von der Stadt Goris zum Kloster Tatew

Unser nächstes Hotel war in der Stadt Goris, die ich am frühen Morgen ein wenig mit meiner Kamera durchstreifte. Danach ging es zum berühmtesten Kloster des Landes – zum Kloster Tatew aus dem 9. Jahrhundert. Seit 2010 kann das Kloster mit der Seilbahn Tatev in nur 11 Minuten erreicht werden. Sie ist mit 5750 Metern die längste mit einem durchgehenden Tragseil gebaute Pendelbahn der Welt. Auch wir sind mit ihr über die Schlucht zum Kloster geschwebt, und ihr seht auch Fotos, die aus der Gondel aufgenommen wurden. Zu dem eher klein wirkenden Kloster unten in der Schlucht sind wir auf einem alten Pilgerweg gewandert (eigener Beitrag). Sowohl Tatew, die Wanderung selbst, als auch das verlassene Kloster im Tal haben uns sehr gut gefallen!

Kloster Sewanawank am Sewansee

Das Kloster Sewanawank stammt aus dem 9. Jahrhundert und wurde auf der Insel Sewanawank errichtet. Erst in der Sowjetzeit, als zu Bewässerungszwecken massiv Wasser aus dem See abgeleitet wurde, ist aus der Insel eine Halbinsel geworden. Für mich gehören der Sewansee und diese Klosteranlage zu den größten Höhepunkten der Armenienreise –  die Lage des Klosters und das Licht an diesem frühen Abend waren unglaublich schön! Auf dem letzten Foto (Paris, 1869, T. Deyrolle) seht ihr die Insel und das Kloster Sewanawank im 19. Jahrhundert.

Kloster Goschawank

Wir verlassen heute den Norden Armeniens und fahren in Richtung Süden. Vorbei an einem einzigartigen Dorf, bewohnt von einer russischen Sekte, die ohne Fernsehen und Internet lebt. Kurz schauen wir in einem Tierpark vorbei, und dann startet die Wanderung zum ersten Kloster dieses Tages, zum gut erhaltenen Gebäudekomplex von Goschawank. Erbaut wurde Goschawank im 12. bis 13. Jahrhundert, und das ehemalige Kloster beherbergt einige wunderbare Steinmetzarbeiten und den vielleicht schönsten Kreuzstein (Chatschkar) Armenines.

Wanderung zum Kloster Sanahin

Unsere erste größere Wanderung führte uns vom Kloster Haghpat zum Kloster Sanahin, auf einem alten Pilgerweg. Die beiden Klöster sind durch die tiefe Schlucht des Flußes Debed getrennt, die wir durchwandern mußten. Die ersten 3 Fotos sind mit dem Handy gemacht, da meine Kamera im Rucksack war, und das allererste zeigt das Kloster Haghpat aus einiger Entfernung. Die Klosteranlage Sanahin stammt aus dem 10. Jahrhundert und gilt als die am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage Armeniens. Sie besteht aus 5 Kirchen, 2 Vorhallen (Gawits), einer Schule, Bibliothek, einem Glockenturm und dem Friedhof. Viele Chatschkare (Kreuzsteine/Gedenksteine) und mehrere Gräber von Bischöfen sind hier zu sehen. Und auch wenn sich diese spezielle Architektur der armenischen Klöster zu wiederholen scheint – ich war von jeder Kirche und jeder wundervollen Vorhalle ergriffen!