Kloster Norawank

Kloster Norawank heißt auf Armenisch „Neues Kloster“ und befindet sich in der Schlucht des Flusses Amaghu. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den berühmtesten touristischen Zielen Armeniens. Der Klosterkomplex selbst besteht aus zwei Kirchen, einem Gavit (Vorhalle), einer Kapelle und vielen Chachkars (Kreuzsteine). Die Lage des Klosters ist einzigartig, und der Ausblick über die Schlucht wunderschön! Ein kleines Stück sind wir in der Schlucht gewandert – sehr angenehm und mal nicht anstrengend.

Friedhof von Noratus

Vom Sewansee ging unsere Reise in den Süden Armeniens, nach Goris. Die erste Sehenswürdigkeit des Tages war der Friedhof von Noratus – ein mittelalterliches Gräberfeld nahe dem Dorf Noratus. Mit seinen rund 900 Chatschkaren (Kreuzsteinen) beherbergt er das weltweit größte Chatschkarenfeld.

Kloster Sewanawank am Sewansee

Das Kloster Sewanawank stammt aus dem 9. Jahrhundert und wurde auf der Insel Sewanawank errichtet. Erst in der Sowjetzeit, als zu Bewässerungszwecken massiv Wasser aus dem See abgeleitet wurde, ist aus der Insel eine Halbinsel geworden. Für mich gehören der Sewansee und diese Klosteranlage zu den größten Höhepunkten der Armenienreise –  die Lage des Klosters und das Licht an diesem frühen Abend waren unglaublich schön! Auf dem letzten Foto (Paris, 1869, T. Deyrolle) seht ihr die Insel und das Kloster Sewanawank im 19. Jahrhundert.

Kloster Goschawank

Wir verlassen heute den Norden Armeniens und fahren in Richtung Süden. Vorbei an einem einzigartigen Dorf, bewohnt von einer russischen Sekte, die ohne Fernsehen und Internet lebt. Kurz schauen wir in einem Tierpark vorbei, und dann startet die Wanderung zum ersten Kloster dieses Tages, zum gut erhaltenen Gebäudekomplex von Goschawank. Erbaut wurde Goschawank im 12. bis 13. Jahrhundert, und das ehemalige Kloster beherbergt einige wunderbare Steinmetzarbeiten und den vielleicht schönsten Kreuzstein (Chatschkar) Armenines.

Wanderung zum Kloster Sanahin

Unsere erste größere Wanderung führte uns vom Kloster Haghpat zum Kloster Sanahin, auf einem alten Pilgerweg. Die beiden Klöster sind durch die tiefe Schlucht des Flußes Debed getrennt, die wir durchwandern mußten. Die ersten 3 Fotos sind mit dem Handy gemacht, da meine Kamera im Rucksack war, und das allererste zeigt das Kloster Haghpat aus einiger Entfernung. Die Klosteranlage Sanahin stammt aus dem 10. Jahrhundert und gilt als die am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage Armeniens. Sie besteht aus 5 Kirchen, 2 Vorhallen (Gawits), einer Schule, Bibliothek, einem Glockenturm und dem Friedhof. Viele Chatschkare (Kreuzsteine/Gedenksteine) und mehrere Gräber von Bischöfen sind hier zu sehen. Und auch wenn sich diese spezielle Architektur der armenischen Klöster zu wiederholen scheint – ich war von jeder Kirche und jeder wundervollen Vorhalle ergriffen!

Haghpat – Klosteranlage aus dem 10. Jahrhundert

Das im 10. Jahrhundert erbaute Kloster Haghpat ist, wenn man von kleinen Renovierungen im 11. und 12. Jahrhundert absieht, im Originalzustand erhalten. Der Klosterkomplex besteht aus 8 Gebäuden – Kirche, Kapelle, Glockenturm, Bibliothek, Vorhalle … Die besonders große Vorhalle (Gawit) von Haghpat ist für mittelalterliche Kirchen Armeniens typisch. Sie diente für allgemeine Versammlungen der Gemeinde, für Unterrichtszwecke, Gerichtsverhandlungen und als Grabstätte. Der Boden der Vorhalle ist vollständig mit Grabplatten belegt. Wir nähern uns dem Kloster zu Fuß, und von hier wandern wir zum nächsten Kloster Sanahin auf einem alten Pilgerweg.

Kathedrale von Etschmiadsin

Die Kathedrale von Etschmiadsin soll über den Fundamenten eines heidnischen Tempels errichtet und im August 303 eingeweiht worden sein. Somit gilt sie als erste von einem Staat erbaute christliche Kirche der Welt. Die im 17. Jahrhundert restaurierte Kathedrale gehört seit 2000 dem UNESCO-Weltkulturerbe an. Leider ist die Kathedrale derzeit vollständig eingerüstet und wegen Restaurierungsarbeiten nicht zu besichtigen. Aber auch das Wenige, das wir sehen konnten, war sehr beeindruckend. Und der Schwalbenschwanz auf der Rose war für mich die Krönung dieser Besichtigung!