Haghpat – Klosteranlage aus dem 10. Jahrhundert

Das im 10. Jahrhundert erbaute Kloster Haghpat ist, wenn man von kleinen Renovierungen im 11. und 12. Jahrhundert absieht, im Originalzustand erhalten. Der Klosterkomplex besteht aus 8 Gebäuden – Kirche, Kapelle, Glockenturm, Bibliothek, Vorhalle … Die besonders große Vorhalle (Gawit) von Haghpat ist für mittelalterliche Kirchen Armeniens typisch. Sie diente für allgemeine Versammlungen der Gemeinde, für Unterrichtszwecke, Gerichtsverhandlungen und als Grabstätte. Der Boden der Vorhalle ist vollständig mit Grabplatten belegt. Wir nähern uns dem Kloster zu Fuß, und von hier wandern wir zum nächsten Kloster Sanahin auf einem alten Pilgerweg.

Swartnoz-Tempel

Der Swartnoz-Tempel ist eine Ausgrabungsstätte nahe Etschmiadsin, mit den Resten einer Mitte des 7. Jahrhunderts errichteten, dem heiligen Gregor gewidmeten Kathedrale und des Palastes ihres Stifters Katholikos Nerses III. Die riesige runde Kathedrale gilt seit der Ausgrabung ihrer Ruinen von 1901-1907 als der Höhepunkt der armenischen Baukunst des 7. Jahrhunderts und als eines der bekanntesten baulichen Symbole der Armenisch-Apostolischen Kirche. Auch die Oper in Jerewan hat sie zum Vorbild. Seit dem Jahr 2000 gehört der Swartnoz-Tempel zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im kleinen Museum, das zur Anlage gehört, kann man Fotos von der Rekonstruktion der Kathedrale sehen. Der Anblick dieser Ruinen, mit dem Berg Ararat im Hintergrund, war unglaublich schön!