Tag 11 – es wird stürmisch auf Kreta!

Ab diesem Tag hatten wir täglich Sturmwarnung, und das Baden war verboten. Überall die rote Fahne. Bei 30° im Schatten war uns der Wind eher angenehm, wir genossen weiterhin den verlängerten Sommer. Allerdings war der Nordosten Kretas, also genau die Region, wo wir uns aufhielten, nach unserer Rückkehr von schwersten Sturmschäden betroffen, inklusive Todesopfer. Die Bilder von dieser Katastrophe taten mir im Herzen weh!

Tag 10 – Sonnenaufgang und eine Wanderung

Am 10 Tag habe ich mich endlich aufgerafft und bin um 6:30 zum Strand gegangen, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Leider war auf unserer Seite die Sonne erst zu sehen, als sie schon viel zu hoch stand und viel zu hell war. Aber das Licht war trotzdem wunderschön, und ich habe es nicht bereut. Das dritte Bild ist übrigens ein ICM-Foto. Nach dem Frühstück sind wir nochmal auf die Lassithi Hochebene gefahren, um dort zu wandern. Es gab auch tatsächlich einen markierten Wanderweg durch die Olivenhaine, allerdings endete er sehr abrupt mitten im Nirgendwo. Schön war es trotzdem. Und als Draufgabe konnte ich einen Mäusebussard und einen Gänsegeier fotografieren!

Tag 9 – Klöster und Kazantzakis Museum

Das erste Kloster, Moni Spiliotissa, war recht schwierig zu erreichen. Umso größer war unsere Enttäuschung, dass es verschlossen war. Auf einem Schild am Eingang stand auf Griechisch zu lesen, dass es aufgrund massiver Erdbebenschäden von 2021 geschlossen werden mußte. Auch in den Dörfern der Umgebung – z.B. in Myrtia – haben wir viele zerstörte Häuser gesehen. Überhaupt muss gesagt werden, dass es im Hinterland Kretas, abseits der Küsten, noch viel Armut gibt. In Myrtia haben wir das Nikos Kazantzakis Museum besucht. Es ist dem berühmten Intellektuellen, Autor, Denker, Philosophen, Politiker und Reisenden Nikos Kazantzakis gewidmet. Berühmt ist er unter anderem für den Roman Alexis Sorbas, der 1964 mit Anthony Quinn in der Hauptrolle verfilmt und zu einem der erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte wurde. Beim 2 Kloster, Moni Angarathou, das ebenfalls verschlossen war, hatten wir wenigstens das Glück, dass uns ein Pope die Kirche aufgesperrt hat und extra nur für uns die Lichter angezündet hat. Natürlich haben wir uns mit einer Spende bedankt!

Byzantinische Panagia-Kirche aus dem 13. Jh.

In unmittelbarer Nähe des kleinen Ortes Fódele steht die byzantinische Kirche Panagia (Heilige Mutter) aus dem 11. – 13. Jh. Das Inneren dieser Kreuzkuppelkirche zieren wunderschöne Fresken in mehreren Schichten, aus allen diesen Epochen. Unweit der Kirche ist eine kleine Taverne, wo wir frisch gepressten Orangensaft getrunken haben, und das El Greco-Museum, das wir ebenfalls besucht haben. Da dies meine einzige byzantinische Kirche dieser Reise war, konnte ich nicht genug Fotos machen!

Tag 8 – Klöster und Bergdörfer

Das erste Kloster dieses Tages war das Nonnenkloster Moní Savathianón. Es liegt in der Nähe des Bergdorfes Rodiá, in einer fruchtbaren und wassereichen Schlucht. Um das Klosterleben zu finanzieren, verkaufen die Nonnen ihre Handarbeiten – sie nähen, sticken und weben. Ich habe mir eine Schürze und einen entzückenden kleinen Stoffbeutel für die FFP 2 Maske gekauft. In Rodiá waren wir mittag essen, danach sind wir durch das Bergdorf geschlendert und haben ein unglaublich schönes venezianisches Haus bewundert. Es steht leer, und sofort sind bei mir Phantasien entstanden, ob man es kaufen könnte…. Das zweite, etwas kleinere Kloster, Moni Agios Pandeleimonas, dient gleichzeitig als „Gnadenhof“ für verschiedenste Tiere, auch Rehe.

Malia – Sisi – Paralia Milatou

Heute haben wir uns wieder einen wunderschönen Sandstrand bei Malia angesehen, und sind anschließend zur Tempelausgrabung in Malia Ost gefahren. Danach ging es weiter nach Osten, nach Sisi. Der bezaubernde kleine Ort lag mittags noch im Nebel. Die Hitze, die hohe Luftfeuchtigkeit und der Dunst hier auf Kreta haben mich ständig an Thailand erinnert! In Paralia Milatou gab es schöne Steine am Strand – Steine suchen gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen im Urlaub. Ihr seht noch eine Haubenlerche, eine Gans, einen Hund und eine Ägyptische Wanderheuschrecke.

Tag 6 – Limenos Chersonnisos

An diesem Tag fuhren wir entlang der Küste nach Westen, bis Limenos Chersonnisos. Es war morgens noch sehr dunstig, die Sonne kaum zu sehen, aber ab Mittag genossen wir wieder den kretischen Sommer in vollen Zügen. Die flotte Dame auf dem Roller erlaubte mir, ihr süßes Hündchen zu fotografieren. Die 2 Schönen etwas später habe ich allerdings „aus dem Hinterhalt“ aufgenommen.

Tag 5 – Lassithi Hochebene

Knapp vor dem Pass, über den man von der Küstenstraße auf die Lassithi Hochebene fährt, liegt das berühmteste Kloster der Region – das Marienkloster Kera Kardiotissa. Die Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert und beherbergt wunderschöne Fresken, die zu den besterhaltenen Kretas zählen. Auf dem Pass stehen einige wiederaufgebaute Windmühlen. Ob diese ursprünglich zum Mahlen des Getreides oder zum Heraufpumpen des Grundwassers dienten, kann ich nicht sagen. Berühmt ist die Lassithi Hochebene jedenfalls für die vielen Windmühlen zur Bewässerung der Felder. Bis heute wird hier Landwirtschaft betrieben. Wir haben im Dorf Mochos zu Mittag gegessen und danach noch weitere kleinere Klöster besucht.

Tag 4 – Traumstrand gefunden!

Dieser Sandstrand war der schönste in der nordöstlichen Region, und hier habe ich erste interessante Vogelbeobachtungen machen können. 2 weibliche Kampfläufer (Kampfläuferinnen?), Ruff Philomachus pugnax, suchten an einer Flussmündung nach Futter und ließen sich von mir und meiner Kamera nicht stören. Später kam noch ein Fischreiher dazu, welche Freude! Anschließend haben wir wieder 2 Klöster besucht, aber nur eines war offen. Verschlossene Klöster und Kirchen sind uns öfters begegnet, manche aufgrund größerer Schäden von dem Erdbeben 2021.

Tag 3 – Spinalonga und Agios Nikolaos

Jeden Morgen führte mich mein Weg als erstes zum Meer – ich kann einfach nicht genug von diesem Blau haben! Dann erst kam das Frühstück, und danach der Ausflug. Am 3. Tag fuhren wir nach Plaka, zur Halbinsel Spinalonga. Sie fungierte von 1904 bis 1957 als Leprastation, und war damit eine der letzten Leprakolonien Europas. Am Rückweg schauten wir uns Agios Nikolaos an, einen schönen, aber sehr touristischen Ort an.