Ankunft in Fès – das Leben rund um unser Hotel

Wir sind immer noch im grünen Norden Marokkos, und fahren bei einem wunderschönen See vorbei nach Fès. Von unserem Fenster im 5. Stock des Hotels schauen wir auf die Stadt und die unzähligen Sat-Schüsseln. Nach der sehr langen Busfahrt erkunden wir die Umgebung unseres Hotels. Die Einheimischen scheinen große Picknick-Freunde zu sein!

Moulay Idriss und Volubilis

Moulay Idriss ist das „Mariazell“ Marokkos – die heiligste Wallfahrtsstätte des Landes. Muslime, die 7 x hierher pilgern, müssen nicht zur Großen Hadsch nach Mekka, welche für viele finanziell unerschwinglich ist. Bis heute dürfen Nichtmuslime in Moulay Idriss nicht übernachten und auch nicht das heilige Grabmal betreten. Auf der Strecke nach Fès liegt auch die bedeutendste archäologische Stätte Marokkos – Volubilis. 1997 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Hier sind die besterhaltenen Monumente aus der römischen Antike Nordafrikas.

Fahrt von Rabat nach Meknès

Marokko hat mir unter anderem auch deshalb so gut gefallen, weil es so unglaublich abwechslungsreich ist. Nördlich des Hohen Atlas ist es grün und fruchtbar, sieht zum Teil wie bei uns aus; und südlich davon wird es immer trockener und wüstenartiger. Auf der Busfahrt von Rabat nach Meknès  – beide Königsstädte liegen im Norden – haben wir herrliche Landschaften gesehen. Von Meknès konnten wir allerdings nur das schönste Stadttor bewundern, dann ging es schon weiter. Schafsherden, Mulis und Esel gehören hier absolut zur Landschaft!

Rabat – Die unvollendete Große Moschee und der Hassan Turm

Die unvollendete Große Moschee mit dem Hassan Turm ist heute das Wahrzeichen von Rabat. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel der Marokkaner und ausländischer Touristen. Ende des 12. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Moschee begonnen, die mit ihrer Größe von 180 x 139 Meter alle nordafrikanischen Moscheen übertroffen hätte. Nach dem Tod des Herrschers und Auftraggebers Yaʿqūb al-Mansūr 1199 wurde der Bau für immer eingestellt. Auf dem Gelände befindet sich auch das Mausoleum von Mohammed V.

Rabat – Kasbah Oudaya

Rabat liegt am Atlantik, von dem wir aber nur beim Vorbeifahren etwas gesehen haben. Von der Kasbah Oudaya, die hoch oben auf einem Hügel thront, hat man eine herrliche Aussicht auf das Meer. Die Kasbah (Festung) ist das Altstadtviertel Rabats, mit verwinkelten Gassen und ganz in Blau-Weiß gehalten. Sie wurde im 12. Jh. als Wehrburg errichtet und beherbergt neben einem maurischen Café ein kleines Schmuckmuseum sowie einen wunderschönen Park. Für mich war das die schönste Altstadt Marokkos!

Rabat – Die Nekropole von Chellah

Die Nekropole von Chellah ist ein heiliger und geradezu magischer Ort. Rolf Brockschmidt schreibt 2010 im „Der Tagesspiegel“ : „Als die Berberdynastie der Meriniden Marokko erobert hatte, ließ Sultan Yakub hier, wo einst die Römersiedlung Sala Colonia gelegen hatte, im 13. Jahrhundert einen Friedhof anlegen. Warum er das ausgerechnet hier tat, weiß niemand. Vielleicht waren es die römischen Ruinen, vielleicht auch die Lage außerhalb der Stadt, wo man fern des Trubels seine Ruhe finden konnte. Im Laufe der Zeit kamen zwei Marabout-Gräber mit ihren typischen weißen Kuppeln dazu. Daneben entstandt eine Zaouia, eine Sufi-Gemeinschaft mit Moschee, Koranschule und Unterkunft. Hier liegen auch Sultan Abu Youssef Yakoub und seine Frau begraben. 1339 hat Sultan Abou Al-Hassan die große Umfassungsmauer und das prächtige Tor bauen lassen und damit die Nekropole Chellah geschaffen – so wie sie sich heute zeigt.“ Wir haben hier vor allem Ruhe, Natur, Ruinen und unzählige Störche vorgefunden. Ich hätte noch Stunden hier verbringen können!

Rabat – Der Königspalast

Rabat ist nach Casablanca die zweitgrößte Stadt Marokkos. Sie ist die Hauptstadt und eine der 4 Königsstädte. Der Königspalast (Dâr-al-Makhzen) ist der Haupt- und Amtssitz des Königs von Marokko, und wurde im 19. Jahrhundert im islamischen Stil erbaut. Wenn der König in eine andere Stadt reist, was er regelmäßig tut, wird er von sehr viel Polizei und Militär begleitet, und die „Normalsterblichen“ werden von der Autobahn abgedrängt – ist uns tatsächlich passiert. Der Vogel, den ich euch zeige, ist ein Kuhreiher.