Ai Weiwei im Belvedere!

Liebe BesucherInnen, wer gerade nicht in Wien weilt, oder doch in Wien ist, aber nicht ins Belvedere kommen kann – der hat die Möglichkeit, bei mir die nicht unumstrittenen Installationen des chinesischen Künstlers Ai Weiwei im oberen Belvedere zu sehen. Neben den 12 Tierköpfen aus dem chinesischen Horoskop sind 201 Ringe mit Rettungswesten aus Lesbos zu sehen. Mehr zum Thema könnt ihr in diesem Standard Artikel lesen.

5 Gedanken zu “Ai Weiwei im Belvedere!

  1. Hab ich noch nicht gelesen, ist aber eine gute Anregung. Im Moment les ich die Frida-Kahlo-Bio von Hayden Herrera. Sehr interessant.
    Liebe Grüße
    Eva

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  2. Liebe Hania, derzeit nicht in Wien, bin ich besonders froh über Deine Fotos von der WEIWEI-Ausstellung im Belvedere. Spannend ist auch die Debatte. WEIWEI hat inzwischen auf die Kritik reagiert (siehe Perlentaucher bzw. NZZ: http://www.nzz.ch/feuilleton/kunst_architektur/ai-weiwei-im-gespraech-waere-die-ganze-welt-wie-die-schweiz–ld.105991)

    Hier die kurze Zusammenfassung aus dem Perlentaucher: Im Interview mit der NZZ verweigert Ai Weiwei jedes ironische oder distanzierte Spiel mit seiner Rolle als berühmtester regimekritischer Künstler Chinas. Er hat nun mal eine Biografie, die andere blass aussehen lässt, und die selbst die viel kritisierten Schwimmwesten im Teich vor dem Schloss Belvedere mit einer Bedeutung auflädt, die sie bei anderen vielleicht nicht haben würden: „Also, ist da jemand, der mit mir tauschen will? Jemand, der ebenfalls zwanzig Jahre seines Lebens in der Wüste Gobi verbringen will? Mein Vater hat die öffentlichen Toiletten geputzt, wir wurden als Staatsfeinde angesehen und ständig beleidigt. So etwas kann man nicht wiederholen. … Meine Eltern flohen in den dreißiger Jahren durch elf Provinzen Chinas. Später unser Exil in Xinjiang. All diese Erfahrungen kommen mir in den Sinn, wenn ich die Frauen und Kinder sehe, die aus den Flüchtlingsbooten steigen.“:

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      • Liebe Hania, ich persönlich bin auch skeptisch, war es beispielsweise auch bei Schlingensiefs Containern. Aber wenn der über seine Projekte geredet hat, war er schon sehr überzeugend. Ich habs mir abgewöhnt zu ALLEM eine definitve Meinung haben zu müssen. Zu vielem hab ich sie schon. Das Foto von Ai WEIWEI, am Strand, wo das tote Kind angeschwemmt wurde, will ich wirklich nicht sehen. Ob er spendet? Ich fürchte, da kann er es uns nicht recht machen. Denn wenn er das täte und an die große Glocke hängt, fänden wir das auch nicht gut.
        Gut find ich aber, wie Du in Deinem blog mit Deinen Fotos auch schwierige Themen anreißt.
        Liebe Grüße,
        Eva

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      • Liebe Eva, ja, genau dieses Foto finde ich abstoßend. Und interessanterweise habe ich an den Kunstprojekten des leider sehr früh verstorbenen Christoph Schlingensif nie gezweifelt. Kennst du übrigens sein Buch „Im Himmel kann es nicht schöner sein“ ( oder so ähnlich)? Ganz toll und sehr berührend.
        Zu allem eine definitive, d. h. unwiderrufliche Meinung zu haben geht für mich auch nicht, zu vieles KANN ich einfach nicht einschätzen. Aber wie du schreibst, zumindest anreißen und darüber nachdenken. Herzliche Grüße, Hania

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